Detail - Zukunftsblick

Wie geht Kirche heute?

26. Oktober 2018

Gute Stimmung für produktive Arbeit und gute Ergebnisse: (v.l.) Christine Schlichtig, Lorenz Reichelt, David Koch, Tobias Albers, Julie Mainka, Konstantin Kamp, Bruder Dr. Stefan Walser OFMCap, Lisa Hofmeister, Professor Dr. Stefan Kopp, Andreas Biermann. Es fehlen: Lukas Schröder und Anne Weber. | Foto: ThF-PB

Neues Graduiertenkolleg untersucht Transformationsprozesse in Kirche und Gesellschaft

Das neu eingerichtete Graduiertenkolleg an der Theologischen Fakultät Paderborn in Kooperation mit den Instituten für Katholische Theologie an den Universitäten im Erzbistum Paderborn ist erfolgreich gestartet. Nach der offiziellen Eröffnung im Rahmen der Akademischen Jahresfeier zu Beginn des laufenden Wintersemesters durch Erzbischof Hans-Josef Becker nahmen in diesen Tagen die zehn vom Erzbistum Paderborn geförderten Stipendiaten ihre interdisziplinäre Zusammenarbeit zum Thema "Kirche-Sein in Zeiten der Veränderung" auf.

"Nach einer intensiven Vorbereitung dieses interdisziplinären Projektes muss nun die anfänglich auf vielen Seiten spürbare Euphorie in produktive Arbeit und gute Ergebnisse umgewandelt werden", sagt der Sprecher des Graduiertenkollegs, Professor Dr. Stefan Kopp. "Aller Anfang ist natürlich schwer. Das gilt vor allem für die ganz neue Form der umfangreichen Kooperation zwischen den beteiligten Institutionen. Doch Dank des kollegialen Miteinanders und der starken Unterstützung durch das Erzbistum Paderborn haben wir eine solide Basis erreicht und können hoffnungsfroh in die Zukunft unserer Zusammenarbeit blicken", zeigt sich der 33-jährige Liturgiewissenschaftler zufrieden.

Das bis 2022 auf vier Jahre angelegte Graduiertenkolleg rund um eine fünfzehnköpfige Forschergruppe zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, das eine enge Anbindung zum "Zukunftsbild" des Erzbistums Paderborn hat, soll den theologisch-interdisziplinären Austausch vertiefen und die Kooperation der theologischen Hochschuleinrichtungen auf dem Gebiet der ostwestfälischen Erzdiözese beleben. Zudem soll mit der Initiative in den Studienstandort Paderborn investiert werden, um ihn weiter zu stärken und die Ausbildung junger Kräfte vor Ort für die vielfältigen kirchlichen Dienste und Arbeitsfelder zu fördern.

Sämtliche theologische Fachbereiche seien beteiligt, um aus biblischer, historischer, systematischer und praktischer Sicht den aktuellen Fragestellungen rund um das Thema "Kirche-Sein in Zeiten der Veränderung" nachzugehen, erklärt Professor Kopp. Ziel sei es, "die damit verbundenen Transformationsprozesse in Kirche und Gesellschaft zu untersuchen und sowohl die Grundlagen als auch die Perspektiven für die heutige Realisierung von Kirche-Sein als lebensbejahende und menschennahe Gemeinschaft zu erforschen".

Dass sie Teil dieses vielbeachteten Großprojektes sind, darüber freuen sich besonders die zehn Stipendiaten, die aus dem ganzen Bundesgebiet stammen und das Auswahlverfahren erfolgreich durchlaufen haben: Tobias Albers, Andreas Biermann, Lisa Hofmeister, Konstantin Kamp, David Koch, Julie Mainka, Lorenz Reichelt, Vikar Lukas Schröder, Bruder Dr. Stefan Walser OFMCap und Anne Weber.

"Gleich beim ersten inhaltlichen Treffen hier in Paderborn war zu spüren, dass wir als junges Team Freude an der Sache haben, motiviert sind und offen über gemeinsame Ideen und persönliche Ziele sprechen können", sagt die Koordinatorin des Graduiertenkollegs, Christine Schlichtig. Die 31-jährige Theologin und selbst ehemalige Stipendiatin ist zuständig für die gesamte Organisation des Kollegs, betreut die Stipendiaten bei Alltagsfragen und begleitet die Nachwuchswissenschaftler mit Rat und Tat bei ihren Vorhaben.

"Ich bin sehr dankbar für die Möglichkeit, am Graduiertenkolleg mitarbeiten zu dürfen. Ich halte es für ein spannendes Projekt, weil es aktuelle Fragen behandelt, Zukunftsperspektiven in den Blick nimmt und jungen Leuten zutraut, zeitgemäß Theologie zu treiben und kirchliches Leben mitzugestalten", freut sich die Paderbornerin. "In den nächsten Wochen und Monaten liegt eine Menge Arbeit vor uns. Bei mehreren Institutionen, verschiedenen Persönlichkeiten und den unterschiedlichen Fachbereichen ist natürlich immer was los. Aber ich denke, wir werden später nicht nur um einige Erfahrungen reicher sein, sondern auch konkrete Ergebnisse liefern können."

In großer Runde hatten sich die jungen Stipendiaten gemeinsam mit der sogenannten Forschergruppe - d.h. mit den Professorinnen und Professoren, die u.a. die wissenschaftlichen Arbeiten betreuen - zuletzt bei der Akademischen Jahresfeier getroffen. Hier bekamen die Kandidaten auch ihre Urkunden zur Aufnahme in das Graduiertenkolleg überreicht. Während sich die Stipendiaten zu verschiedenen Terminen mehrmals in den kommenden Semestern treffen werden, wird die Forschergruppe seltener zu gemeinsamen Arbeitsreffen zusammenkommen.

Mehr Infos zum Graduiertenkolleg der Theologischen Fakultät Paderborn


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