Detail - Zukunftsblick

Eine anspruchsvolle und bedeutende Aufgabe

14. September 2018

Kandidaten gesucht: (v.l.) Justiziar Marcus Baumann-Gretza und Hans-Theo Sasse ermutigen zur Kandidatur für die Kirchenvorstandswahlen 2018 im Erzbistum Paderborn.

Am 17. und 18. November 2018 finden im Erzbistum Paderborn Kirchenvorstandswahlen statt.

Das Vermögen in den Kirchengemeinden des Erzbistums Paderborn wird seit vielen Jahren von ehrenamtlichen Kirchenvorständen verwaltet. Am 17./18. November 2018 finden nun im Erzbistum Paderborn Wahlen für dieses Gremium statt. "In Zeiten großer Veränderungen in unseren Kirchengemeinden sind die Aufgaben eines Kirchenvorstandes anspruchsvoll", so Marcus Baumann-Gretza, Justiziar im Erzbistum Paderborn. "Gleichzeitig sind Kirchenvorstände Initiatoren und Wegbereiter und haben die Möglichkeit, "ihre" Kirchengemeinde gemeinsam mit engagierten Menschen weiterzuentwickeln. Wir laden herzlich dazu ein, in einer spannenden Zeit Verantwortung für die Kirche vor Ort zu übernehmen."

Insgesamt werden rund 2.600 und damit ungefähr die Hälfte aller Kirchenvorstände in den Gemeinden des Erzbistums Paderborn neu gewählt, bereits Anfang Juli 2018 wurden die Wahlunterlagen verschickt. Nun bilden sich in den Gemeinden Wahlausschüsse, die die Aufgabe haben, bis Mitte Oktober eine Liste mit geeigneten Kandidaten für die Wahl zusammenzustellen. Bis Ende Oktober besteht die Möglichkeit, die Vorschlagsliste auf Antrag von 20 wahlberechtigten Gemeindemitgliedern zu ergänzen, um so auch solchen Kandidaten die Kandidatur zu ermöglichen, an die der Wahlausschuss nicht gedacht hat.

Aufgabe des Kirchenvorstandes ist es, der Pastoral eine solide wirtschaftliche Grundlage zu verschaffen und so mitzugestalten, wie sich die Gemeinden und Pastoralen Räume für die Zukunft aufstellen. In diesem Auftrag kümmert sich der Kirchenvorstand um den Haushalt einer Gemeinde und ihrer Einrichtungen, um Personalangelegenheiten sowie um die Finanzierung und Durchführung von Bau- und Investitionsmaßnahmen. Dabei beschäftigen sie sich mit wirtschaftlichen, rechtlichen oder auch technischen Fragen, zum Beispiel mit Regelungen für Pfarrheime oder katholische Friedhöfe.

"Kirchenvorstände übernehmen eine verantwortungsvolle Aufgabe", so Baumann-Gretza. "Dafür brauchen sie selbst auch Begleitung und Unterstützung." Begleitung und Unterstützung erfahren Kirchenvorstände durch die vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Gemeindeverbänden. Seit zwei Jahren gibt es im Erzbistum Paderborn zudem das Programm "Kirchenverwaltung der Zukunft", das an weiteren Unterstützungsmaßnahmen für Pfarrer und Kirchenvorstände arbeitet.

"Für Kirchenvorstände dürfte gegenwärtig vor allem das Thema 'Verwaltungsleitungen' interessant sein", so Programmleiter Hans-Theo Sasse. "Das ist ein junger Beruf im Erzbistum Paderborn, der seit März dieses Jahres in sieben Piloträumen erprobt wird. Angestellt sind die Verwaltungsleitungen bei den Gemeindeverbänden. Ganz grob gesagt organisieren sie die gesamte Verwaltung im Pastoralen Raum und setzen um, was die Kirchenvorstände beschlossen haben. Dadurch entsteht für die Kirchenvorstände mehr Raum für die Beschäftigung mit Zukunftsfragen und die Entwicklung von Zielen, was die Vorstandsarbeit noch einmal interessanter macht. Die ersten Rückmeldungen aus den Piloträumen sind entsprechend positiv." Die nächsten Verwaltungsleiterinnen und -leiter sollen Anfang 2020 eingestellt werden, langfristig sollen alle Pastoralen Räume Verwaltungsleitungen bekommen.

Wer sich für eine Kandidatur entscheidet, kann schon vor der Wahl die E-Learning-Plattform des Erzbistums Paderborn besuchen und in dem Kurs "Der Kirchenvorstand - ein verantwortungsvolles Gremium" praxisnah die verschiedene Tätigkeiten kennenlernen. Auch nach der Wahl wird es für Kirchenvorstände Fortbildungsangebote geben, etwa den stets stark nachgefragten "Bildungstag für Kirchenvorstände" der Katholischen Erwachsenen- und Familienbildung (KEFB), der regelmäßig an verschiedenen Orten im Erzbistum Paderborn stattfindet.

Aber auch an anderer Stelle ist positive Bewegung im Thema. "Das aus dem Jahr 1924 stammende Vermögensverwaltungsgesetz wird heutigen Anforderungen an eine moderne und flexible Gremienarbeit immer weniger gerecht", so Baumann-Gretza. Das werde seit geraumer Zeit auf fast allen Ebenen zurückgemeldet. Deshalb werde überdiözesan mit Hochdruck daran gearbeitet, das staatliche VVG durch eine kirchliche Regelung abzulösen, die heutigen pastoralen Bedürfnissen entspricht und alle Beteiligten spürbar entlastet. Baumann-Gretza: "Wir sind optimistisch, in einem ersten Schritt eine gute und praktikable Lösung für den Bereich der Vermögensverwaltung zu erzielen." Mit einer Umsetzung sei jedoch nicht vor 2021 zu rechnen.


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