Detail - Zukunftsblick

Vermitteln, was uns wichtig ist

23. März 2018

In der Aktionswerkstatt „Ausdrucksformen und Sprache“ gingen die Referenten des Workshops „Ich finde die Worte nicht“ mit ausdrucksstarkem Beispiel voran.

Mit dem kritischen-humoristischen Blick "Kirchisch-deutsch/deutsch-kirchisch für Anfänger" über binnenkirchliche Sprache eröffnete Kabarettistin Ulrike Böhmer den Workshop "Ich finde die Worte nicht". 35 Interessenten waren der Einladung des Erzbistums Paderborn ins Bildungs- und Gästehaus Liborianum gefolgt, um sich über Ausdrucksformen und Sprache auszutauschen.

Mit dem kritischen-humoristischen Blick "Kirchisch-deutsch/deutsch-kirchisch für Anfänger" über binnenkirchliche Sprache eröffnete Kabarettistin Ulrike Böhmer den Workshop "Ich finde die Worte nicht". 35 Interessenten waren der Einladung des Erzbistums Paderborn ins Bildungs- und Gästehaus Liborianum gefolgt, um sich über Ausdrucksformen und Sprache auszutauschen.

"Wir können wir gut rüberbringen, was uns wichtig ist", brachte Ludger Drebber aus dem Leitungsteam die Fragestellung auf den Punkt. Begrifflichkeiten seien oft sperrig und lassen sich bei den Menschen schwerlich kommunizieren. Nicht zuletzt durch das Buch "Die Kirche verreckt an ihrer Sprache" von Erik Flügge hatte das Thema "Sprache und Kirche" für neue Aufmerksamkeit gesorgt.

Zur Veranstaltung "Ich finde die Sprache nicht! - LebensWelt & GlaubensErfahrung" hatte sich ein buntes Teilnehmerfeld zusammengefunden. Ehrenamtliche Studenten sowie Mitarbeiter aus dem Erzbischöflichen Generalvikariat, Sozialen Einrichtungen, Bildungshäusern und Schulen verfolgten interessiert die Möglichkeiten, sich mit unterschiedlichen Dolmetscher-Rollen zu verständigen.

Gerade das Zukunftsbild für das Erzbistum Paderborn setze auf Menschen, die ihren Glauben bewusst leben und in Kirche und Welt Verantwortung übernehmen wollen, erklärt Julia Fisching-Wirth die Grundidee des Workshops: Handwerkszeug und Methoden erlernen, um Glauben und Kirche verständlich in Worte für unterschiedliche Zielgruppen zu fassen.

"Ich finde die Worte nicht" - dieser Leitsatz stand immer wieder im Fokus des Austausches. Welche Worte machen die Botschaft des Evangeliums zu einer Botschaft des eigenen Lebens. Welche Worte fehlen, um überhaupt von Kirche in "alle Ohren" erzählen zu können. Fachbeiträge, Gruppenarbeit und schließlich aktives Ausprobieren von Methoden sorgten für einen abwechslungsreichen Kurstag.

Anschaulich stellten die Referentinnen und Referenten ihre Ausdrucksfomen vor:

• Lebensmusik mit Rapper IDREF, der im "normalen Leben" als Altenpfleger arbeitet.

• (Biblische) Geschichten erzählen mit Heiner Redecker

• Glaubensbilder als Werbeplakate im Stil der deutschen Handwerkskampagne - Idee Manuel Kenter durchgeführt von Barbara Hucht

• Verliert die Kirche die Generation YouTube? Konzeption eigener Kurzfilm-Prototypen mit Jan Kuhn vom Zentrum für angewandte Pastoraltheologie (ZAP) Bochum

• Schreibwerkstatt "Ich schreib mein Leben" - angelehnt an die Psalmen des AT mit Ulrike Böhmer

• Die Frohe Botschaft und der Clown - mit Christoph Kinkel alias Clown Christophorus, der als Gemeindereferent in Wenden arbeitet.

Mit dem Impuls "Wahrnehmung, Identität, Sprache - Wege zu den Menschen" stellte Dörte Grand, Interimsmanagerin im Erzbischöflichen Generalvikariat Paderborn für den Aufbau des Bereiches Marketing und Kommunikation, Möglichkeiten der Kommunikation und Umsetzungsstrategien vor.


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