Detail - Zukunftsblick

"Mission Manifest" in der Diskussion

09. Februar 2018

Das mit dem Untertitel „Die Thesen für das Comeback der Kirche“ veröffentlichte Buch fand zuletzt in der Öffentlichkeit große Beachtung.

Zur „Aktiven Arbeitspause spezial“ hatte das Projekt Bistumsentwicklung in dieser Woche ins Konrad-Martin-Haus eingeladen, um die Veröffentlichung „Mission Manifest“ in den Augenschein zu nehmen. Das mit dem Untertitel „Die Thesen für das Comeback der Kirche“ veröffentlichte Buch „Mission Manifest“ von Johannes Hartl, Karl OCist Wallner und Bernhard Meuser fand zuletzt in der Öffentlichkeit große Beachtung. Das gleiche gilt für die „10 Thesen für das Comeback der Kirche“, die das Anliegen des Buchs in eine Kurzform bringen. Auch im Konrad-Martin-Haus war die Resonanz unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sehr groß.

Die teils provokanten Thesen für eine lebendige Kirche wurden zu Beginn des Jahres auch bei der ökumenischen Glaubenskonferenz "Mehr" diskutiert. „Diese Thesen können für uns Christen und kirchliche Mitarbeiter anregend sein“, befand Monsignore Dr. Michael Bredeck bei der Begrüßung. Man könne wahrnehmen, dass da etwas passiert sei und viele Menschen dieses Manifest unterstützten. „Es sind Handlungsideen von Menschen, die glauben, dass das Evangelium Zukunft hat“, so Michael Bredeck, der vorschlug, sich im Rahmen der Bistumsentwicklung auch damit zu beschäftigen. In der Spiegel-Bestsellerliste rangiert „Mission Manifest“ derzeit auf Platz 16.

„Eine Konferenz, die mich sehr berührt hat“, berichtete Maren Gödde, die bereits zweimal teilnehmen konnte. „Christen unterschiedlicher Konfessionen kommen zusammen und rücken Jesus in den Mittelpunkt.“

In der Präambel prognostizieren die Autoren von „Mission Manifest“, dass die Kirche in Deutschland, Österreich und der Schweiz „nach menschlichem Ermessen“ in wenigen Jahren kaum mehr eine gesellschaftlich wahrnehmbare Rolle spielen werde. Mit ihrer Veröffentlichung möchten sie diejenigen zusammenführen, die den Mut zu ungewöhnlichen Schritten haben: „Wir sind bereit für Mission. Wir wünschen, dass unsere Länder zu Jesus finden.“, heißt es weiter in der Präambel.

Die Überschriften der zehn Thesen: 1. Uns bewegt die Sehnsucht, dass Menschen sich zu Jesus Christus bekehren. 2. Wir wollen, dass Mission Priorität Nummer 1 wird. 3. Wir glauben, dass die Chancen nie größer waren als jetzt. 4. Wir sprechen alle Menschen in unseren Ländern an und machen keinen Unterschied. 5. Wir glauben, dass unsere Mission so kraftvoll sein wird, wie es unsere Gebete sind. 6. Wir danken allen Christen außerhalb der Katholischen Kirche, die heute schon mit Hingabe missionieren, taufen und Menschen zu Jesus führen. 7. Wir müssen die Inhalte des Glaubens neu entdecken. 8. Wir wollen missionieren, nicht indoktrinieren. 9. Wir brauchen eine Demokratisierung von Mission. 10. Wir müssen uns selbst zur Freude des Evangeliums bekehren, um andere zu Jesus führen zu können.

An der „Mehr“-Konferenz in Augsburg nahmen rund 11.000 Menschen teil. Die "Mehr"-Teilnehmer kämen aus bis zu 40 Ländern, zu 90 Prozent aus dem deutschen Sprachraum. Gut 60 Prozent seien katholisch, 35 Prozent je zur Hälfte Anhänger von evangelischen Landeskirchen und Freikirchen, drei Prozent orthodox; auch gebe es Nichtchristen. Der Altersdurchschnitt liege bei 37 Jahren.


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