Detail - Zukunftsblick

Bloggen für ein friedliches Miteinander

07. Februar 2018

23 junge Menschen, konkret 11 Christen und 12 Muslime, haben sich zu Dialogbegleitern ausbilden lassen.

(v.l.) Die Kursleiterinnen Anna-Maria Fischer (Erzbistum Köln) und Eva-Maria Leifeld (Erzbistum Paderborn) stellen das Dialognetzwerk als Fortführung des Kurses vor.

Seit Herbst 2017 gibt es in den Erzbistümern Paderborn und Köln Dialogbegleiterinnen und Dialogbegleiter aus Christentum und Islam.

In den Erzbistümern Paderborn und Köln setzt sich seit Oktober 2017 eine Gruppe junger Menschen aus Christentum und Islam dafür ein, den Dialog zwischen den Religionen zu fördern und so das friedliche Miteinander zu stärken. An insgesamt drei Wochenenden bildeten sich die Frauen und Männer zwischen 18 und 28 Jahren im Herbst zu „Dialogbegleiterinnen“ und „Dialogbegleitern“ fort. Ihre Gedanken und Erfahrungen, die sie seitdem gemacht haben kann man in einem Seminar-Blog verfolgen, der über die Internetseite www.pastorale-informationen.de zu erreichen ist. 

Während des Kurses „Dialogbegleiter werden“ haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Einführungen in den jüdischen, christlichen und muslimischen Glauben erworben, sich gegenseitig die Gotteshäuser und Gebetsstätten vorgestellt, gemeinsam erarbeitet, welche Voraussetzungen und Hindernisse es im interreligiösen Dialog gibt und worauf zu achten ist, wenn man Dialogprojekte plant. Auch die Beschäftigung mit Bibel und Koran, die Reflexion der eigenen Glaubensbiographie und eine Einführung in Mediation und gewaltfreie Kommunikation waren Kursinhalte.

Eingeladen zu dem Kurs haben die Referate für Dialog der Erzbistümer Paderborn und Köln in Person von Eva-Maria Leifeld (Paderborn) und Anna-Maria Fischer (Köln). Sie begleiten die jungen Leute auch jetzt noch, die sich nach dem Ende des Kurses in zwei Regionalgruppen Nord (Paderborn) und Süd (Köln) zusammengefunden haben. Zusammen bilden sie ein Netzwerk, in dem sich die jungen Erwachsenen nach der Ausbildung austauschen, gemeinsam Dialogprojekte beginnen und über die Erfahrungen in diesen Projekten reflektieren. Innerhalb des Netzwerkes verabreden sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer regelmäßig zu Treffen, um ihre Dialogprojekte zu reflektieren, sich gegenseitig Feedback zu geben oder gemeinsam Exkursionen zu Glaubensstätten oder Vortragsreihen zu organisieren.

In dem Blog, der noch bis März weitergeführt wird, berichtet zum Beispiel ein christlicher Teilnehmer von seinem Besuchen in einer Moschee, muslimische Teilnehmerinnen erzählen von ihren Erfahrungen bei einem Besuch eines katholischen Gottesdienstes. Auch die Beschreibung einer Exkursion zum Begegnungs- und Fortbildungszentrum muslimischer Frauen in Köln findet sich in dem Blog.

Ende April trifft sich die „Paderborner“ Regionalgruppe Nord, um dann gemeinsam darüber zu beraten, wie das Engagement fortgesetzt werden kann. „Das Netzwerk ist übrigens offen für alle Menschen, die am interreligiösen Dialog interessiert sind und sich gemeinsam mit jungen Menschen für den Dialog engagieren möchten“, so Eva-Maria Leifeld. Wer Interesse hat, kann sich bei ihr selbst oder aber bei Thomas Frings aus dem Erzbistum Köln melden.

Zum Blog

Infos und Kontakt: eva-maria.leifeld(ät)erzbistum-paderborn.de; thomas.frings(ät)erzbistum-koeln.de


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