Detail - Zukunftsblick

Verwaltungsleitung soll Pfarrer und Gremien entlasten

29. Dezember 2017

Susanne Skaliks-Weitner, geschäftsführende Vorsitzende des Kirchenvorstandes von St. Ewaldi Dortmund präsentierte Philip Lahrmann (links) vom Erzbischöflichen Generalvikariat Paderborn die Ergebnisse ihres Tischgesprächs zur Rolle und Aufgabe eines Verwaltungsleiters.

Gesamtpfarrei St. Ewaldi Dortmund ist Pilotraum für neue Kirchenverwaltung

Mit einem Verwaltungsleiter will das Erzbistum Paderborn künftig die Pfarrer der Pastoralen Räume und der Gesamtpfarreien entlasten. Zunächst in sechs sogenannten Piloträumen geht ab März 2018 das Projekt "Kirchenverwaltung der Zukunft - Raum für Seelsorge" in die Praxis. Dazu zählt auch die Gesamtpfarrei St. Ewaldi Dortmund in Aplerbeck. Am Mittwoch gab es dort eine Informationsveranstaltung für Mitarbeiter und Gremien.

"Zuletzt habe ich mich beispielsweise länger damit beschäftigen müssen, welche Farbe eine Spüle haben soll", beschrieb Pfarrer Ludger Hojenski das Ausgangsproblem. Als Leiter der Gesamtpfarrei musste er sich bisher um viele Fragen kümmern, die eigentlich nicht zu den originären Aufgaben eines Geistlichen gehören. Dies reichte von der Kontrolle von Handwerkerarbeiten bis hin zur Personalführung für die aktuell 45 nichtpastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gesamtpfarrei mit vier Kirchenstandorten.

Die Zusage, dass ab 1. März 2018 im Rahmen der Pilotphase ein Verwaltungsleiter kommen wird, wurde daher einhellig begrüßt. "Wir werden den neuen Mitarbeiter mit offenen Armen empfangen", freute sich ein Teilnehmer des Informationsabends. Philip Lahrmann, im Erzbischöflichen Generalvikariat Paderborn zuständig für die Unterstützung der Verwaltung im Pastoralen Raum, erläuterte Rolle und Aufgaben des künftigen Verwaltungsleiters. Als Angestellter des Gemeindeverbandes wird dieser seinen Arbeitsplatz in der Pfarrei haben. Der Vorgesetzte sei aber der leitende Pfarrer vor Ort. Dieser soll dann die Verwaltungsaufgaben an den Verwaltungsleiter abgeben, der sich um die Anliegen des Pastoralen Raumes aus einer Hand kümmert und die Personalführung für das nichtpastorale Personal wahrnimmt. Darüber hinaus sollen auch die ehrenamtlichen Gremien, wie der Kirchenvorstand entlastet werden, indem der Verwaltungsleiter Beschlüsse des Kirchenvorstandes ausführt. "Wenn dieser beispielsweise beschließt, dass eine Wand neu gestrichen werden soll, wird sich der Verwaltungsleiter um die Ausführung kümmern", erläuterte Philip Lahrmann. In Tischgruppen wurden an dem Abend noch offene Fragen der neuen Rolle und der Aufgabe des Verwaltungsleiters diskutiert. "Wir sind auf einem gemeinsamen Lernweg", ermunterte Philip Lahrmann die Anwesenden, sich in der Pilotphase weiterhin einzubringen. Vieles sei noch gestaltbar, nur dass der Verwaltungsleiter auch nach Ablauf der einjährigen Pilotphase der Gesamtpfarrei weiter zur Verfügung stehen wird, stehe bereits fest.

Pfarrer Ludger Hojenski hofft, sich dadurch mehr als bisher auf die geistliche Leitung konzentrieren zu können, etwa wenn es um die Gestaltung der Fastenzeit, das Projekt "Faire Gemeinde" oder das Stichwort "Taufberufung fördern" geht. Einen Termin für die offizielle Begrüßung des neuen Verwaltungsleiter schlug er bereits vor. Dies könne am 11. März stattfinden, denn dann werde auch der neue Kirchenmusiker eingeführt, der sich mit einem Orgelkonzert vorstellen wird.


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