Detail - Zukunftsblick

Da begegnen sich Schule und Kirche …

17. Oktober 2017

Beim Entlass-Gottesdienst erhalten Schülerinnen und Schüler ein Licht für den Weg. (Foto: Braun)

Seit August 2015 arbeiten im Erzbistum Paderborn drei Projektstellen „Kirche und Schule im Dekanat“ daran, Schulen als pastorale Orte zu stärken.

Wo kann Kirche mit ihren Kompetenzen Schule helfen? Und wo kann Schule als Bildungs- und Lebensraum Kirche inspirieren? Seit August 2015 arbeiten im Erzbistum Paderborn drei Projektstellen „Kirche und Schule im Dekanat“ daran, diese Fragen mit Leben zu füllen – mit großem Erfolg.

Alexander Scholz ist Theologe und Lehrer für Katholische Religion und Deutsch am St.-Ursula-Gymnasium Werl. Christina Potthast unterrichtet Katholische Religion, Latein und Erdkunde an der Marienschule der Ursulinen in Bielefeld. Und Sebastian Springob ist Theologe und lehrt Katholische Religion und Deutsch am St.-Ursula-Gymnasium in Attendorn. Seit August 2015 haben die drei Lehrer jeweils eine Projektstelle „Kirche und Schule im Dekanat“ inne: Alexander Scholz im Dekanat Hellweg, Christina Potthast im Dekanat Bielefeld-Lippe und Sebastian Springob im Dekanat Südsauerland. Ihre Aufgabe: Als Experte sowohl für „Kirche“ als auch für „Schule“ sollen sie beide Felder zusammenbringen, Begegnungen und Zusammenarbeit ermöglichen.

Die Projektstelleninhaber begleiten Pastoralverbünde und kirchliche Einrichtungen etwa bei der Projektplanung und -durchführung an und mit Schulen. Sie beraten Lehrkräfte und Schulseelsorger in Sachen Schulpastoral. Sie ermöglichen eine Vernetzung zwischen allen im Dekanat, die sich in der Schulpastoral einbringen möchten. Fortbildungen, spirituelle Angebote oder etwa Liturgieschulungen werden organisiert oder vermittelt.

Die Zielsetzung, Kirche und Schule zusammenzubringen, hat in der bisherigen Projektzeit ganz konkrete Früchte getragen: Bei einer Lektorenschulung wurden 26 Teilnehmer aus acht Kirchengemeinden und vier Schulen qualifiziert. Sie engagieren sich nun als Lektoren in Gemeinden und Schulgottesdiensten. Elf Schülerinnen wurden durch die Dekanatsjugendreferentin als Firmkatechetinnen ausgebildet und haben 60 Firmbewerber auf die Firmung vorbereitet – zwei Paradebeispiele, wie Kirche von Schule profitiert. Andersherum, also dass Kirche ihr „Spezial-Know-how“ für Schule anbieten kann, funktioniert der Weg natürlich auch: Bereits fünfzehn Schulen konnten mit einem Seelsorge- und Trauerkoffer ausgestattet werden. Darauf aufbauend wurden an den Schulen  Konzepte für die Seelsorge sowohl im Alltag als auch in Krisen angestoßen. Daran wird deutlich: Wo Schule und Kirche sich begegnen, „berühren sich Himmel und Erde“.

Eine Reihe weiterer erfolgreicher Projekte unterstreichen den Erfolg des Projekts „Kirche und Schule im Dekanat“: eine Klassenpatenausbildung, durch die Schülerinnen in drei Gemeinden für ein weiteres Engagement in der kirchlichen Jugendarbeit vermittelt wurden, ein Online-Adventskalender, ein Ökumenischer Jugendkreuzweg oder ein Gottesdienst zum Schuljahresbeginn.  Das bisherige Fazit fällt dementsprechend begeistert aus: In den Pastoralteams ist die Schule als pastoraler Ort ins Bewusstsein gekommen. In den Schulen ist der Blick für die Schulpastoral geschärft worden. Die Schülerinnen und Schüler konnten auf unterschiedliche Weise Erfahrungen mit Gott und Kirche machen – und dadurch motiviert werden, selber „missionarisch Kirche zu sein“.

Alle drei Projektstellen wurden kürzlich verlängert mit dem Ziel, die Projekte so aufzubereiten, dass eine Nachahmung nicht nur möglich, sondern erwünscht ist.


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