Themenliste

Wie muss eine Ressourcenverschiebung aussehen, die Pfarrgemeinden und Pastoralen Orten und Gelegenheiten gleichermaßen gerecht wird?
Vielfalt

Gegenwartsbild

  • Das Zukunftsbild fordert: Gemeinden bisherigen und neuen Typs dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden, sondern sollen als gleichberechtigte und sich ergänzende Sozialformen der Kirche vor Ort verstanden und in einem entsprechend wertschätzenden Miteinander entwickelt werden.
  • Projekte im Erzbistum zeigen, dass pastorale Orte und Gelegenheiten sowohl in der Entwicklung als auch dauerhaft Ressourcen (Personal, Finanzmittel) benötigen.
  • Ressourcen (Personal, Finanzmittel) werden sowohl in der Diözese als auch in den Pfarreien meist nach traditionellen Mustern zugeteilt.
  • Das Zukunftsbild sagt: Bei einer echten Schwerpunktsetzung auf pastorale Orte und Gelegenheiten ist eine Ressourcenverschiebung unumgänglich, die vor Ort entschieden und kommuniziert werden muss.

Zielbild

  • Pfarrgemeinden und Pastorale Orte und Gelegenheiten entwickeln sich in wertschätzendendem Miteinander und teilen sich die vorhandenen Ressourcen (Personal, Finanzmittel).
  • Ein Entscheidungskriterium zur Ressourcenverteilung ist die Wirksamkeit.

Erfahrungen und Konzepte

  • Den Entscheidern und Beteiligten muss die Notwendigkeit einer Ressourcenverschiebung  bewusst gemacht werden.
  • Dazu könnte auf dem Forum 2017 ein Planspiel durchgeführt werden, dass die gegenwärtige Ressourcenbindung und den Ressourcenbedarf in Pfarrgemeinden und an Pastoralen Orten bzw. zu pastoralen Gelegenheiten veranschaulicht.   
  • Zur Bewusstseinsbildung bei Finanzentscheidern könnten schon jetzt geförderte Projekte zu pastoralen Orten und Gelegenheiten in den Haushalten der Kirchengemeinden besonders ausgewiesen werden, um die Notwendigkeit der Ressourcenverschiebung nach Wegfall der Förderung deutlich werden zu lassen.

Bezüge und Stolpersteine

  • Ressourcenzuteilung ist ein abteilungs- und projektübergreifendes Thema. Daher müssen mehrere Abteilungen und Projekte gemeinsam an einer Lösung arbeiten.
  • Das Teilprojekt Pastorale Orte und Gelegenheiten ist selbst kein Projektträger, sondern berät und unterstützt bestehende und neue Projekte.
  • Es besteht Konfliktpotential bei der Verschiebung der Ressourcen, besonders bei denen, die dann weniger Mittel und Personal erhalten.
  • Die Entwicklung pastoraler Orte und Gelegenheiten könnte sich dort als schwierig erweisen, wo Personen oder Gremien, die über Finanzmittel und Personalzuteilung entscheiden, die Notwendigkeit differenzierter Zugänge und Sozialformen nicht sehen.

Ansprechpartner für das Thema

Leitung: Stephan Lange
Tel. (0 52 51) 1 25 15 23
E-Mail: stephan.lange(ät)erzbistum-paderborn.de

 


Pfarrer Günter Eickelmann
Tel. (0 52 51) 1 25 11 38
E-Mail: guenter.eickelmann(ät)erzbistum-paderborn.de

Darstellung des Themas auf dem Marktplatz

Auf dem Marktplatz des Diözesanen Forums wurde das Thema anhand der folgenden drei Plakate präsentiert:

Vorstellung von Teilprojekt 11

Dilemma

Empfehlungen zu einer Ressourcenverschiebung

 

Workshop beim Diözesanen Forum 2017

Das Thema wurde beim Diözesanen Forum im Rahmen eines Workshops mit Aktionsspiel zur Beratung gestellt. Der Workshop fand statt am Samstag, 30. September 2017, von 10.15 bis 11.45 Uhr in der Stadthalle Unna Raum 01.

Kurzbericht zum Diözesanen Forum

Ergebnisse

Was konkret ist passiert?

  • Rund 30 Personen, überwiegend Laien und einige Priester, haben sich mit Hilfe des Planspieles "Pastoropoly" mit einer Ressourcenverschiebung (Finanzen, Gebäude, Personal) hin zu Pastoralen Orten und Gelegenheiten auseinander gesetzt. 
  • Dabei lernten sie auch konkrete Beispiele Pastoraler Orte und Gelegenheiten kennen. 
  • "Pastoropoly" ermöglichte es, ein konfliktbeladenes Thema spielerisch anzugehen. 
  • Offensichtlich bereitete das Spiel viel Freude. Es wurde viel gelacht, aber auch viel diskutiert: über die Aufgabe von Gebäuden; über Ressourcen, um neue Wege in der Pastoral gehen zu können; über den Konflikt zwischen klassischem "Gemeindebild" und notwendigen neuen Zugangswegen in der Pastoral.
  • Mehrere Teilnehmer/-innen äußerten die Erkenntnis: "Es geht ja um die Schafe und nicht um Gebäude, Finanzen, Personal!"

Warum ist es passiert?

Das Spiel ermöglichte es, sich einem ernsten Thema spielerisch zu nähern: 

  • z.B. können Gebäude in einem Spiel natürlich viel "schmerzfreier" aufgegeben werden!
  • Durch die konkreten Beispiele Pastoraler Orte und Gelegenheiten wurde Spielteilnehmern/-innen die Notwendigkeit zu neuen Wegen in der Pastoral deutlich.

Was waren die Folgen, und wie bewerten Sie sie?

  • Das Spiel macht ein konfliktträchtiges Thema besprechbar, da es zunächst ja um fiktive Pastorale Räume geht.
  • Es hebt aber die entscheidenden Fragen und leitet zu wichtigen Erkenntnissen an: Auch wenn sich nichts verändert, der "Status quo" lässt sich nicht halten.
  • Neue Wege in der Pastoral brauchen auch Ressourcen. Ressourcen lassen sich nicht beliebig erweitern, sondern benötigen vor Ort eine andere Verteilung.

Material und weiterführende Informationen

  • Karten: "Denkanstöße für Pastorale Orte und Gelegenheiten"
  • Empfehlungen der Begleitgruppe des Teilprojektes 11 zur "Ressourcenverschiebung"

Erkenntnisse

Was lässt sich aus den Ergebnissen lernen?

  • Das Spiel "Pastoropoly" sollte bei unterschiedlichen Veranstaltungen für  unterschiedlicher Zielgruppen eingesetzt werden. Dabei braucht es Anleitung und Begleitung! 
  • Es öffnet für notwendige Fragestellungen zu Ressourcen und ermöglicht wichtige Erkenntnisse.
  • Fünf Exemplare des Spiels dürfen für interne Fortbildungsveranstaltungen genutzt werden.

Welche Empfehlungen lassen sich daraus ableiten?

  • Begleiteter Einsatz des Spieles "Pastoropoly" auf allen Ebenen des Erzbistums: Zielgruppen sind besonders pastorale Gremien und Entscheidungsträger bei Finanzen und Personal.

Was ist der Nutzen dieser Empfehlungen?

  • Eine notwendige Ressourcenverschiebung vor Ort wird besprechbar.
  • Es geschieht eine Sensibilisierung für die Notwendigkeit neuer Wege in der Pastoral.
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