Themenliste

Wie gelingt es, dass Jugendarbeit und Jugendpastoral im Pastoralen Raum im Blick sind?
Vielfalt

Gegenwartsbild

1. Für Aktive in der Jugendarbeit findet i.d.R. eine Vernetzung in ihrem Sozialraum, bei Verbänden auf Verbandsebene und für Offene Einrichtungen oft in kommunalen Grenzen statt. Nun kommt der Pastorale Raum als zusätzliche Ebene hinzu und muss zunächst überhaupt ins Bewusstsein gelangen.

2. Es gibt vielfältige pastorale Orte und Gelegenheiten, die nicht mit dem traditionellen Gemeindebegriff zu verbinden sind. Das Zukunftsbild betrachtet die so entstehende Vielfalt der Akteure als Bereicherung. Die unterschiedlichen Felder der Jugendarbeit sind Teil dieser Vielfalt.

Wir stellen die Fragen:

  • Welchen Mehrwert hat der Pastorale Raum für die Jugendarbeit und wie kann dieser erfahrbar werden?
  • Wie können die verschiedenen Formen der Jugendarbeit vor Ort in Entwicklungs- und Entscheidungsprozesse eingebunden werden?
  • Welche Unterstützungsformen sind auf Ebene der Pastoralen Räume zu entwickeln und hilfreich?

3. Das Zukunftsbild sieht Aufgabenbeschreibungen vor, die sich an den Schwerpunktsetzungen der Pastoralvereinbarungen orientieren und ansonsten "charismenorientiert" auf die einzelnen Teammitglieder individuell zugeschnitten sind. Jugend(verbands)arbeit ist dabei optional.

Wir stellen die Fragen:

  • Wie kann Jugendarbeit als pastoraler Ort mit vielfältigen pastoralen Gelegenheiten in der Gesamtpastoral wahrgenommen, weiterentwickelt und vernetzt werden?
  • Wie kann Jugendarbeit bei der Zusammenstellung von Pastoralteams berücksichtigt werden?
  • Wie kann der Pastorale Raum seine Vernetzungsfunktion zwischen territorialer Gemeinde und kategorialer Seelsorge erfüllen und notwendige Themen generieren?

Zielbild

  • Die unterschiedlichen Formen der Jugendarbeit sind als pastorale Orte und mit vielfältigen pastoralen Gelegenheiten im Pastoralen Raum wahrgenommen, vernetzt, eingebunden und werden als solche unterstützt.
  • Die Mitwirkung von Verantwortlichen der Jugendarbeit im Pastoralen Raum ist sichergestellt.
  • Für die Jugendarbeit stehen ausreichende räumliche, personelle und finanzielle Ressourcen zur Verfügung
  • Die Rollen und Aufgaben für die Beteiligten sind geklärt.

Erfahrungen und Konzepte

  • Prozesse zum kirchlichen Selbstverständnis laufen derzeit sowohl in den Offenen Jugendfreizeitstätten als auch den Jugendverbänden.
  • Entwicklung von Vernetzungs- und Kooperationsformen zwischen Hauptberuflichen und ehrenamtlich Engagierten in der Jugendarbeit
  • Entwicklung von vielfältigen Vernetzungsformen, die den sozialräumlichen Gegebenheiten Rechnung tragen
  • Einbindung von Ehrenamtlichen der Jugendarbeit in Entscheidungsprozesse des Pastoralen Raums
  • Bewusste Haltung der Pastoralteams, sich der Jugendarbeit zu öffnen, eigenes Handeln zu überprüfen und die Bereitschaft, sich entsprechend fortzubilden
  • Entwicklung von Unterstützungssystemen durch die Dekanate, um vielfältige Formen der Vernetzung und Kooperation zu ermöglichen
  • Berücksichtigung der Aufgabenstellung im Rahmen der Personalplanung und Teamzusammenstellung

Bezüge und Stolpersteine

  • Grenzen des Personaleinsatzes, begrenzte zeitliche Ressourcen, Belastung Ehrenamtlicher und Hauptberuflicher
  • Schnittstellen zum Teilprojekt "Pastorale Orte und Gelegenheiten", zum "FORUM kath. Jugendarbeit", zu den Themenfeldern "Partizipation", "Wirksamkeit", "Charismenorientierung" und "Ehrenamtsförderung"
  • Vernetzung um der Strukturen willen und nicht um Inhalte und Themen weiter zu entwickeln (Standardisierte Strukturierung)

Ansprechpartner für das Thema

Annika Manegold
BDKJ-Diözesanvorsitzende
Tel. (0 52 51) 20 62 00
E-Mail: info(ät)bdkj-paderborn.de

 

 

 

Bernhard Leifeld
Tel. (0 52 51) 1 25 12 60
E-Mail:bernhard.leifeld(ät)erzbistum-paderborn.de

Workshop beim Diözesanen Forum 2017

Das Thema wird beim Diözesanen Forum im Rahmen eines Workshops zur Beratung gestellt. Der Workshop findet statt am Freitag, 29. September 2017, von 16.15 bis 17.45 Uhr im Zelt 02 vor der Stadthalle Unna.

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