Themenliste

Den Dialog wagen - wie kann ich als Christ Muslimen begegnen?
Identität

Gegenwartsbild und Suchfragen

  • Islam ist in den Medien omnipräsent
  • Islam als Feindbild verbreitet Angst
  • Einerseits gibt es Berührungsängste, anderseits im Alltag kaum Berührungspunkte/ Kontakte
  • Geflüchtete ermöglichen erstmals flächendeckende Begegnung mit Muslimen
  • Unsicherheit: Wie können wir uns verständigen? Wie kann ich über meinen christlichen Glauben sprechen? Will ich das überhaupt? Was hindert mich am Dialog?

Zielbild

  • Katholiken werden über ihren eigenen Glauben auskunftsfähig
  • In aufrichtiger Begegnung mit Andersgläubigen eigenen Glauben besser verstehen
  • Erfahren und erleben, dass gläubige Muslime ähnliche Werte vertreten können wie Christen
  • Mit Muslimen für friedliches Zusammenleben in unserer Gesellschaft eintreten
  • Unser Erzbistum und alle Menschen in diesem Gebiet erleben eine sich wandelnde Gesellschaft. Das Zukunftsbild impliziert eine offene, hinsehende und anpackende Kirche, die nicht verschlossen ist, sondern deren Gläubige den Nachbarn aufrichtig begegnen möchten.

Erfahrungen und Konzepte

  • Im Erzbistum wurde eine neue Stelle für katholisch-islamischen Dialog geschaffen. Das Diözesane Forum bietet die Chance Gläubige zu fragen: Wie kann die Dialogstelle den Menschen im Erzbistum dienen? Was brauchen und erwarten Gläubige im Bezug auf den katholisch-muslimischen Dialog?
  • Umfrage zum Dialog in Pastoralverbünden und Dekanaten 2016 ergab vier Themenschwerpunkte: Haltung der Kirche zum Islam, Taufe von Geflüchteten, Frage des gemeinsamen Betens, Glaubensrichtungen im Islam/ Einführung in den Islam
  • Fortbildung für Priester und Laien im kirchlichen Dienst konzipieren
  • Aufbau eines Referentennetzwerkes: Flächendeckend für Gemeinden Vorträge ermöglichen
  • Ausbildungskurs (18-28 J): Interreligiöse Dialogbegleiter

Bezüge und Stolpersteine

  • Evtl. Teilprojekt Evangelisierung: Christliches Glaubenszeugnisgeben nicht als Mission verstehen.
  • Risiken: Reden über Muslime aber nicht mit ihnen
  • Fragen nach der Taufe von Geflüchteten sind thematisch nicht beim katholisch-islamischen Dialog anzusiedeln

Ansprechpartner für das Thema

Eva-Maria Leifeld
E-Mail: eva-maria.leifeld(ät)erzbistum-paderborn.de
Tel. (0 52 51) 1 25 12 43

Kurzbericht zum Diözesanen Forum

Ergebnisse

Was konkret ist passiert?

  • Gespräche auf dem Marktplatz
  • Vorrangig berichteten Menschen davon, wo sie im Bistum schon gut funktionierenden Dialog praktizieren, wie sie selbst Bedenken vor dem Dialog hatten und wie sich ihre Einstellung durch Begegnung mit Muslimen positiv gegenüber dem Dialog und dem Islam verändert hat.
  • Es wurde der Wunsch geäußert das vorgestellte Projekt „Dialogbegleiter werden“ auch für Hauptamtliche und über 30 jährige anzubieten.
  • Vereinzelt meldeten Personen zurück, dass sie den Dialog mit Muslimen nicht befürworten.
  • Viele stellten Fragen, was sie tun können, um in den Dialog zu treten, welche Methoden anzuwenden sind.
  • Es wurde von der Schwierigkeit berichtet verlässliche Dialogpartner, sowie Ideen für Dialoginitiativen zu finden. Es wurde Unterstützung gewünscht. z.T. konnten vor Ort konkrete Hinweise gegeben werden.
  • Es wurde gefragt, warum es zu diesem Thema keinen Workshop gab. Für viele war die neue eingerichtete Stelle „Diözesanbeauftragte für katholisch-islamischen Dialog“ neu und es wurde begrüßt, dass es eine solche Stelle gibt. Die Anfrage wurde gestellt, ob solche Stellen auch für andere Religionen gibt.

Warum ist es passiert?

  • Die zwei Plakate informierten zum einen über ein konkrete Dialogprojekt „Dialogbeleiter werden“ – ein Ausbildungskurs für christliche und muslimische Jugendliche.
  • Plakat eins stellte Herausforderungen, Voraussetzungen, No goes und Veränderungserfahrungen durch den Dialog vor. Die Inhalte wurden von Personen genannt, die im Dialog engagiert sind. An diese Erfahrungen und Aussagen konnten die Besucher anknüpfen.
  • Den Besuchern wurde so Raum eröffnet, ihre eigenen Erfahrungen zu schildern.

Was waren die Folgen, und wie bewerten Sie sie?

  • Auf Diözesanebene erreichen mich eher die Schwierigkeiten im Dialog. Beim Forum wurden mir bewusst, dass es auch an vielen Orten funktionierenden Dialog gibt, von dem wir im EGV nicht wissen. Dass es diesen Dialog gibt, ist sehr positiv. Gleichzeitig ist herauszufinden, wie ich auch Kontakt zu diesen Initiativen halten kann.

Material und weiterführende Informationen

  • Siehe Zukunftsbild-HP, Informationen zur Weiterführung des Themas

Erkenntnisse

Was lässt sich aus den Ergebnissen lernen?

  • Dass die Erweiterung der Diözesanbeauftragung für kath.-islam. Dialog in ein Referat für interreligiösen Dialog (Beginn ab 1.1.18) sinnvoll ist.
  • Kontakt zu den gelingenden Dialoginitiativen zu suchen und ihre Erfahrungen an „Dialogbeginner“ weiterzugeben.

Welche Empfehlungen lassen sich daraus ableiten?

  • Idee ein Vernetzungstreffen für im Dialogengagierte anzubieten, diese regelmäßig fortzubilden
  • Dialogbegleiterkurs für Pastorales Personal konzipieren

Was ist der Nutzen dieser Empfehlungen?

  • Qualifiziertes Personal im Hinblick auf interreligiöse Kompetenz
  • Verbesserung des Gesellschaftsklimas
  • Katholische Kirche als verlässlicher Akteur zur Gestaltung und Befriedung der Gesellschaft
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