Themenliste

Wieviel und welche Art Kirchenmusik brauchen wir in den zukünftigen Strukturen?
Engagement und Professionalität

Gegenwartsbild

  • Das Erzbistum kennt verschiedene kirchenmusikalische Anstellungsformen, die sehr unterschiedlich über die Fläche verteilt sind: Diözesankirchenmusikreferenten, Dekanatskirchenmusiker, Leuchtturmkirchenmusiker, Hauptamtliche, nebenberuflich Tätige und Ehrenamtliche. Konsequenz sind massive Qualitäts- und Niveauunterschiede.
  • Chöre im kirchlichen Bereich werden immer weniger, Spezialensembles entstehen nur einige wenige. Der Vorbildcharakter des singenden Christen verliert sich.
  • Für die musikalische Gestaltung der zahlreichen Gottesdienste stehen an nicht wenigen Orten zu wenige Organisten/Chöre/Bands etc. zur Verfügung.
  • Das musikalische Repertoire im Gottesdienst orientiert sich für die Mitfeiernden undurchsichtig an den Ausführenden bzw. Vorstehenden.

Zielbild

  • Es bestehen so genannte kirchenmusikalische Zentren, die sowohl facettenreich und individuell – dem Charisma der/des (leitenden) Musikerin/Musikers entsprechend – als auch bedarfsorientiert im und verwoben mit dem pastoralen Raum die musischen Gläubigen einbeziehen und fördern, außerdem Liturgie und Konzert bereichern und gestufte Festlichkeit im Kirchenjahr ermöglichen. 
  • Die gesamte Bandbreite des kirchenmusikalischen Berufsbildes wird vom Dienstvorgesetzten gekannt und der Kirchenmusiker vor Ort in Pflichten und Rechten einer ausgewogenen Dienstausübung unterstützt – ideell und materiell. 
  • Die Gemeinden ohne professionelle Kirchenmusik erfahren verlässliche Unterstützung durch die hauptberuflichen Kirchenmusiker im Dekanat, u. a. durch Aus- und Fortbildung.

Erfahrungen und Konzepte

  • Das Erzbistum baut die Stellenstrukturen weiter im bisherigen Sinne aus bzw. schafft stetige Planungssicherheit im städtischen wie peripheren Bereich und präsentiert sich im gesamtdeutschen Spiegel als innovativer und traditionsbewusster Arbeit- und Glaubensgeber. 
  • An den entscheidenden Weichen (Taufe, Kindergarten, Schule) wirkt Kirche beispielhaft und aktiv durch qualifizierte und qualifizierende musikalische Angebote, die ausbleibendes häusliches Singen kompensieren und Vorbildcharakter haben.
  • Gemäß den erarbeiteten Maßgaben für den jeweiligen Raum sollte konsequent das Konzept gestufter Festlichkeit in Wochenplan und Kirchenjahresablauf umgesetzt werden – von der stillen Wortgottesfeier bis zum musikalischen Abendlob, von der Werktagsmesse bis zum Festhochamt. 
  • Neben der "gemischten Tüte" aus (N)GL, Worship, Gregorianik und Zeitgenössischem gibt es Spezialgottesdienste, die durch ihre Musik milieubewusst agieren.

Bezüge und Stolpersteine

  • In ihrer Doppelfunktion als Bewahrerin der Tradition und Schöpferin im Zeitgeist vermag die Kirchenmusik wie kaum eine andere künstlerische Disziplin im Wechselbad der Erneuerungen eine konstante Brücke zu sein.
  • Die Gefahr besteht, dass durch zu starke Polarisierung eines kirchenmusikalischen Schwerpunktes oder durch völliges Ausbleiben qualitätvoller Kirchenmusik ein allzu großes Gefälle entstehen kann. Deswegen ist auf Konzepte einer niveauvollen Mindestausstattung und -qualifikation besonders zu achten.

Ansprechpartner für das Thema:

Referat Kirchenmusik im Erzbischöflichen Generalvikariat:

Professor Dr. Paul Thissen
Tel. (0 52 51) 1 25 13 55
E-Mail: paul.thissen(ät)erzbistum-paderborn.de

 

 

Dekanatskirchenmusiker:

Christopher Brauckmann (Märkisches Sauerland)
Tel. (0 23 71) 2 19 44 26
E-Mail: brauckmann(ät)pviserlohn.de

 

Simon Daubhäußer (Dortmund)
Tel. (02 31) 1 30 68 92
E-Mail: daubhaeusser(ät)stadtkirche-dortmund.de

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