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26. Oktober 2017

Mit dem Himmelreich ist es wie mit ...

"Alltagsgegenstände'" prägen die Gleichnisse Jesu in Matthäus 13.

"Alltagsgegenstände'" prägen die Gleichnisse Jesu in Matthäus 13.

"Alltagsgegenstände'" prägen die Gleichnisse Jesu in Matthäus 13.

Senfkorn, Sauerteig, Perle – wer sich ein wenig in der Bibel auskennt, denkt bei diesen Wörtern sofort an bekannte Gleichnisse aus den Evangelien. Mit Hilfe solcher „Gegenstände“, die dem Alltag seiner Zeitgenossen entnommen sind, beschrieb Jesus das Himmelreich.

Senfkorn, Sauerteig, Perle – wer sich ein wenig in der Bibel auskennt, denkt bei diesen Wörtern sofort an bekannte Gleichnisse aus den Evangelien. Mit Hilfe solcher „Gegenstände“, die dem Alltag seiner Zeitgenossen entnommen sind, beschrieb Jesus das Himmelreich.

Die anschaulichen Gleichnisse Jesu im 13. Kapitel des Matthäusevangeliums prägten die geistliche Dimension des Diözesanen Forums, das am 29. und 30. September 2017 in Unna stattfand. Unter anderem erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer als Abschiedsgeschenk einen Satz von sieben Postkarten, die als Motive die „Alltagsgegenstände“ aus den Gleichnissen aufgreifen. Diese Karten stehen jetzt für alle Interessierten im Zukunftsbild-Onlineshop zur Verfügung und können dort kostenlos bestellt werden.

Für mich machen die Bilder aus den Gleichnissen, die auf den Postkarten zu sehen sind, eine wichtige Eigenschaft Jesu deutlich. Er konnte so über den eigenen Glauben sprechen, dass seine Worte mit dem Alltag der Mitmenschen zu tun hatten und daher verständlich waren. Spätestens seit dem Buch von Erik Flügge wissen wir ja, dass für uns Kirchenleute nicht unbedingt dasselbe gilt…

Senfkorn, Sauerteig und Perle sind sicherlich Bilder, mit denen die meisten Menschen auch heute noch etwas anfangen können. Trotzdem frage ich mich, ob einem Jesus des 21. Jahrhunderts nicht ganz andere Bilder einfallen würden, um das Himmelreich zu beschreiben… Vielleicht lohnt es sich ein Nachdenken darüber, mit welchen "Alltagsgegenständen" wir das Himmelreich beschreiben würden. Es muss ja nicht bei einem Kartensatz bleiben...

Übrigens ist im Erzbistum Paderborn gerade eine wirklich bemerkenswerte Wanderausstellung unterwegs, die für alle, die sich mit Jesus, Bildern und Sprache beschäftigen, eine Inspiration sein kann: Sie heißt „Mensch Jesus“ und schärft mit Bildern und Texten der Künstlerin Eva Jung den Blick für die menschlichen Seiten Jesu. Und stellt so gleichzeitig die Frage, wie der „Mensch Jesus“ heute wirken würde, wo er sich aufhalten würde, wie er sich positionieren würde, um seine Botschaft vom Himmelreich an die Frau und an den Mann zu bringen… Ein Besuch lohnt sich.

Die Ausstellungstermine gibt es unter http://www.menschjesus.de/ausstellung/

Dr. Claudia Nieser

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