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31. Juli 2017

Gestatten, Katharina von Alexandrien!

Darstellung der hl. Katharina von Alexandrien in der Katharinenkirche Unna

Also, da muss ich mich doch einmal zu Wort melden. Ihr wollt im Erzbistum Paderborn ein Diözesanes Forum abhalten und habt euch dazu Unna ausgesucht. Wie passend! Trägt doch die Kirche dort mein Patronat.

Schon mehr als ein Jahrtausend dich frommer Glaube ehrt, du Jungfrau mit der Krone, mit Palme, Rad und Schwert. Es lockte dich das Leben, was Menschen glücklich macht, doch du hast alles freudig für Christus dargebracht. (Patronatslied St. Katharina, Unna)

Also, da muss ich mich doch einmal zu Wort melden. Gestatten, Katharina von Alexandrien!

Ihr wollt im Erzbistum Paderborn ein Diözesanes Forum abhalten und habt euch dazu Unna ausgesucht. Wie passend! Trägt doch die Kirche dort mein Patronat. Ich erinnere mich noch genau, wie damals der Kaiser die Gelehrten zusammengerufen hat. Das muss ja jetzt eine ähnliche Versammlung in Unna sein, wenn 500 Menschen zusammenkommen, um über die Umsetzung des Zukunftsbildes zu beraten. Ja, das Zukunftsbild! Maxentius hatte auch ein klares Bild vom seiner, von meiner, von unserer gemeinsamen Zukunft. Seine Frau sollte ich werden, doch sollte ich dafür seinem Gott opfern. Das kam für mich gar nicht in Frage. Meine Zukunft wollte ich mit Christus gestalten, seine Braut wollte ich sein, ihm wollte ich treu sein.

Wenn ihr euch jetzt viele Jahrhunderte später in Unna trefft, dann lernt von mir: Aus der Liebe zu Christus zu leben ist ein wahres Glück: "Jesus Christus entschieden bekennen", diese These zum Zukunftsbild hätte von mir sein können. Furchtlos dürft ihr euch den Herausforderungen eurer Zeit stellen. Damals zu meiner Zeit, da waren wir auch sehr wenige Christen. Das hat uns nicht abgehalten, von ihm zu erzählen, von seiner Liebe: "Zeichen sein für die Liebe Gottes zu den Menschen", auch das hätte ich nicht besser sagen können.

Ich weiß ja, dass eure Beziehung zu uns Heiligen und Fürsprechern nicht mehr so rege ist, aber vielleicht versucht ihr es mal wieder, gelte ich doch als die Helferin bei Leiden der Zunge und Sprachschwierigkeiten. Gerne will ich eure Anliegen, "Gottes Ruf wahrzunehmen", "Die Gegenwart bejahen" und "Wachstum suchen" zu meinem und eurem Gott tragen. Warum sonst seid ihr in Unna? Äußerlich weil es vielleicht die geografische Mitte eures Erzbistums ist oder weil da so eine passende Stadthalle zu finden war. Innerlich aber hat euch alle Gott selbst hierhin gerufen, weil hier eine starke Fürsprecherin euch zur Seite geht!

Stark war ich aber nicht aus mir heraus. Stark war ich nur im Vertrauen auf Gott. Vielleicht macht euch das die größten Sorgen, weil es euch an Gottvertrauen fehlt. Es gibt keine Zeit, in der Gott nicht erfahrbar, präsent, real-präsent ist.

Auf eurem Weg in die Zukunft nehmt euch selbst im Hier und Heute nicht zu wichtig. Meine eigene Zukunft, mein eigenes Leben fand im Märtyrertod ein Ende, aber nur wenig später breitete der Glaube an Christus sich im gesamten römischen Reich aus, fand Anhänger und Mitstreiter, Glaubende. Und wie ich weiß, bis heute: bei euch in Paderborn, Bielefeld, Dortmund, Siegen, Unna.

Streitet nicht miteinander, streitet mit der Welt. Geht auf die Menschen zu, seid gemeinsam stark! Dann wird der Herr selbst Euch die Worte in den Mund legen, die es braucht, heute den Menschen Zeugnis vom Reich Gottes zu geben.

Jedem Einzelnen von euch möchte ich zurufen: Lass dich senden! Suche der Welt Gutes! Hoffe auf den Herrn und sei stark!

Vor des Cäsaren Throne bekanntest du es laut, dass Christus du erwähltest als reine Gottesbraut. Erfüllt vom Heil'gen Geiste im klugen Redestreit den Heiden du bewiesest der Göttes Nichtigkeit. (Patronatslied St. Katharina, Unna)

Der Autor Ludger Büngener ist Dekanatsreferent im Dekanat Unna.

Ludger Büngener

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