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28. Juni 2017

"Ticken wir noch ganz christlich?!"

Mit einer Podiumsdiskussion der Referenten und Workshop-Leiter endete der Jugendpastorale Fachtag in Schwerte.

"Ticken wir noch ganz christlich?!" - Dieses Motto hat zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer am 21. Juni in die Katholische Akademie nach Schwerte gezogen. In Form von Impulsvorträgen und thematischen Workshops ging es darum, sich mit den Aspekten einer diakonischen und missionarischen Jugendarbeit/Jugendpastoral auseinanderzusetzen.

"Ticken wir noch ganz christlich?!" - Dieses Motto hat zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer am 21. Juni in die Katholische Akademie nach Schwerte gezogen. In Form von Impulsvorträgen und thematischen Workshops ging es darum, sich mit den Aspekten einer diakonischen und missionarischen Jugendarbeit/Jugendpastoral auseinanderzusetzen. Sowohl der Vortrag von Dr. Patrik Höring, Referent für jugendpastorale Grundlagen in der Abteilung Jugendpastoral im Erzbistum Köln und Professor für Katechetik und Didaktik des Religionsunterrichts an der PTH St. Augustin, als auch der seines Kollegen Dr. Jürgen Werbick, Professor em. für Fundamentaltheologie an der WWU Münster, sorgten für einen kurzweiligen Einstieg und jeder Menge Begeisterung.

Höring stellte in seinem Impuls "Jugendarbeit zwischen Diakonie und Mission" vor allem den Missionsauftrag von Jugendarbeit heraus und betonte dabei die von Papst Franziskus geforderte Neuausrichtung der Pastoral, die dazu ermutigt, hinaus zu den Menschen zu gehen, um ihnen das Evangelium zu verkünden. Er beschrieb missionarische Jugendarbeit als einen Weg, Kirche dort und auf jene Weise zu leben, wo und wie sie jungen Menschen entspricht. Werbick konnte sehr gut an das Gesagte anknüpfen und fokussierte in seinem Vortrag die grundsätzlichen Fragen des christlichen Glaubens und stellte Jesus Christus und das Kreuz in den Mittelpunkt des Geschehens. Sehr überzeugend und mit viel Ermutigung und Engagement machte er deutlich, dass sich am Kreuz die Solidarität Gottes mit den Menschen zeige: Gott will den Menschen erlösen und ihm ein gelingendes Leben ermöglichen. 

Die inhaltlichen Impulse wurden anschließend in drei Workshops vertieft, die die Fragen stellten, "Was junge Menschen zweifeln lässt", "Was alles Katholisch ist" und "Wie Kirche jungen Menschen helfen kann". In einer Podiumsdiskussion am Ende, an der sich auch die Professoren beteiligten, wurden Erkenntnisse der Workshops kommuniziert und diskutiert. Im Wesentlichen sind folgende Dinge dabei besonders herauszustellen:

Das größte Pfund der Jugendarbeit/Jugendpastoral ist die Vielfalt in der Einheit. Gerade die Vielzahl unterschiedlicher Verbände, Gruppierungen und Initiativen ist Garant dafür, eine große Anzahl von jungen Menschen mit unterschiedlichsten Bedürfnissen zu erreichen.

Ermutigend wurde um eine noch größere Öffnung der Jugendarbeit geworben, um zunehmend Raum für neue Ideen und Projekte zu schaffen und den Charismen der jungen Menschen eine Entfaltung zu ermöglichen.

Ein starkes Plädoyer ging dahin, die Jugendlichen an ihren Orten aufzusuchen, Dinge auszuprobieren, um auch neue Angebote zu schaffen. Dabei ging es immer wieder um den Wunsch nach authentischen Glaubenszeugen, die die Botschaft glaubwürdig verkünden. Professor em. Werbick betonte in diesem Zusammenhang, dass Authentizität nichts ist, was man erlernen kann, sondern etwas, das aus innerer Überzeugung nach außen strahlt und glaubwürdig beim Gegenüber ankommt: Mission beginnt bei jedem Einzelnen und seiner eigenen Auseinandersetzung mit dem Glauben.

So wurden auch einige Herausforderungen an die Jugendarbeit deutlich: Um Gott erfahrbar zu machen, sind wir als ganze Menschen herausgefordert, das muss auch in der beruflichen Rolle in der Jugendarbeit mitgedacht werden. Es geht darum, uns diesem Gott in der Jugendarbeit immer neu zu stellen, uns der Frage nach dem Gebet immer neu zu stellen, der Unterschiedlichkeit der Charismen Raum zu geben, die Anschlussfähigkeit unserer Themen zu überprüfen....

Mit viel dem Willen Vielfalt zu ermöglichen und Einheit immer neu zu gewinnen, werden die Engagierten in der Jugendarbeit/Jugendpastoral des Erzbistums sich diesen Herausforderungen stellen.

Kathrin Speckenheuer

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