Detail - Blog

25. April 2017

Gottes Werke Wirken

Es war ein Tag mit Bombenwetter... warm, sonnig und das im Frühjahr in Deutschland. Die Leute zogen ihre Jacken aus, kauften Eis und kühle Getränke, setzten sich an den Brunnen, labten ihre Leiber und Seelen an den sie überflutenden Photonen der Sonne, die nach einer Reise von einer Astronomischen Einheit nun hier ankamen, um sie mit Wohlgefallen zu erfüllen und neues Leben in ihnen zu entfachen.

Es war ein Tag mit Bombenwetter... warm, sonnig und das im Frühjahr in Deutschland. Die Leute zogen ihre Jacken aus, kauften Eis und kühle Getränke, setzten sich an den Brunnen, labten ihre Leiber und Seelen an den sie überflutenden Photonen der Sonne, die nach einer Reise von einer Astronomischen Einheit nun hier ankamen, um sie mit Wohlgefallen zu erfüllen und neues Leben in ihnen zu entfachen.

Und da war Phillip - er heißt eigentlich gar nicht Phillip, aber ihm ist´s egal wie er hier heißt. Phillip war ebenfalls draußen. Phillip arbeitet für die katholische Kirche. Sogar gleichzeitig in einer Gemeinde und in einem Dekanat zu jeweils 50%.. so etwas kommt öfter mal vor.

Und Phillip war in dieser ihm fremden Stadt auf der Suche nach etwas Neuem, etwas Innovativen, dass mit seiner pastoralen Arbeit zu tun haben sollte, schließlich lautete so der Titel des Workshops, an dem er teilnahm. Bisher war aber alles nur voller Menschen, Sonne und Geschäften und Plätzen, so neu schien es hier nicht zu sein; nicht neuer als in der Stadt aus der er kam.

Ein Ziel jedoch hatte er sich gesetzt: mit irgendjemandem reden... erst mal mit jemandem reden. Vielleicht auch was fragen... wozu, glaubst du, bist du da? Fehlt dir etwas? Wünscht du dir was? Kann ICH was für dich tun? Kann die Kirche etwas für dich tun?

"Woah.. stop stop stop... ne Menge Fragen... eins nach dem anderen" riss Phillip sich am Riemen. Anderer Plan: Lieben. Dasein. Aufnehmen. Hinhören. Zuhören. Antwort geben.

"Wenn du willst, dass ich heute gute Gespräche führe, dann lege ich ab jetzt mein Tun und Mühen in deine Hände, und es wird durch dich, mit dir und in dir passieren", betete Phillip zum Herrn und ging erst mal was essen.

20 Euro hatte er bekommen, für den Fall, dass er jemanden einladen wollen möchte, zu was auch immer, oder für was auch immer.

Sein Magen führte ihn in einen hippen Burgerladen, voller hipper junger Leute, besten Burgern und nur noch einem freien Platz gegenüber einem anderen Menschen. So einem Wildfremden eben, die öfter an genau den kleinen Tischen gegenüber freien Plätzen sitzen, die genau diesen freien Platz gar nicht mehr so frei erscheinen lassen. Phillip setzte sich trotzdem, immerhin hatte er den Herrn gebeten ihn in die Nähe von Menschen zu führen - und bitte: näher ging gerade kaum.

"Ist hier noch frei?" - "Ja sicher, bitte setz dich", erwiderte die männliche Person im gleichen Alter nun von gegenüber, von ihrem Smartphone oder Tablet aufsehend und gleich wieder hinein sehend. "Oh Handy checken, gute Idee... gibt mir ein paar Augenblicke Zeit zu warten, was Gott gleich vorbereitet hat... Akku 2%... Display schwarz ... auch nicht schlecht!"

"Und woher bist du?" beginnt Phillip eine Unterhaltung, als auch sein Gegenüber wie durch ein Wunder seine elektronischen Kommunikationsmittel beiseite legt und in den Moment findet. "Ich bin nur zu Besuch hier, ich bin eigentlich aus XY." "Neeee, nicht dein Ernst! Ich auch! Erzähl mal, was machst du hier" ... sie erzählten einander... sie fanden raus, dass sie ähnlich alt sind, die gleiche Heimat haben, der eine allein lebt, Phillip verh. Familienvater, in völlig unterschiedlichen Bereichen arbeiten, Phillip an Gott glaubt, der Eine mindestens Agnostiker ist... dennoch gab es dieses Bedürfnis miteinander zu sprechen - zwei Fremde in der Fremde, und:

"Du, ich merk gerade... ich hab zu wenig Geld dabei."

"Macht nichts, ich hab heute genau deswegen 20 Euro bekommen.. ich lad dich ein."

Der Andere spürte Gottes Handeln an ihnen, der Eine glaubte, dass er nicht so falsch liegen mag.

Da sprachen sie zu ihm: Was sollen wir tun, dass wir Gottes Werke wirken? Joh 6.28

Daniel Sprint

Weitere Artikel

Gestatten, Katharina von Alexandrien!

Also, da muss ich mich doch einmal zu Wort melden. Ihr wollt im Erzbistum Paderborn ein Diözesanes Forum […]

31. Juli 2017

Kat: Blog
> mehr

Alles gepackt?

Bei der Veranstaltung am Vorabend des diesjährigen Libori-Festes "Gesichter der Weltkirche" am Freitag Abend […]

22. Juli 2017

Kat: Blog
> mehr

Rebuilt – Wiederaufgebaut

Hier geht es um die etwas andere Geschichte einer katholischen Gemeinde. Und sie wird von Father Michael […]

30. Juni 2017

Kat: Blog
> mehr

"Ticken wir noch ganz christlich?!"

"Ticken wir noch ganz christlich?!" - Dieses Motto hat zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer am 21. Juni […]

28. Juni 2017

Kat: Blog
> mehr
nach oben