Detail - Blog

22. März 2017

Besuch in der Attelner Hauskirche

Gut gelaunt befinde ich mich auf der Rückfahrt von Atteln durch das sonnige Paderborner Land, dieser Nachmittag hat mich froh gestimmt. Die Hauskirche hatte mich eingeladen, nach einem ersten Besuch vor drei Jahren wieder einmal an einem ihrer Gebets- und Austauschtreffen teilzunehmen. So wusste ich heute schon, was mich erwarten würde: ein freundlicher Kreis von 13 beherzten Landfrauen sitzt um den großen Esstisch herum, auf dem Tisch findet sich ein einfaches Kruzifix und eine Kerze.

Gut gelaunt befinde ich mich auf der Rückfahrt von Atteln durch das sonnige Paderborner Land, dieser Nachmittag hat mich froh gestimmt. Die Hauskirche hatte mich eingeladen, nach einem ersten Besuch vor drei Jahren wieder einmal an einem ihrer Gebets- und Austauschtreffen teilzunehmen. So wusste ich heute schon, was mich erwarten würde: ein freundlicher Kreis von 13 beherzten Landfrauen sitzt um den großen Esstisch herum, auf dem Tisch findet sich ein einfaches Kruzifix und eine Kerze. Dazu kommen bald ausreichen Gläser und Mineralwasser - Kaffee und Kuchen sind nicht vorgesehen, das würde einen anderen Akzent in dieses Zusammensein bringen. Es gibt feste Bräuche, die offenbar erprobt und hilfreich sind. Dem entspricht auch die Maßgabe, dass es möglichst nicht über eine gute Stunde hinaus gehen sollte, auch das hat sich bewährt - was nicht heißt, dass man womöglich noch eine halbe Stunde im Anschluss auf der Türschwelle verbringt, weil es noch so viel zu sagen gäbe und die Atmosphäre so schön ist. Reihum stellen die Frauen ihre Wohnungen zur Verfügung, einmal monatlich kommt man so zusammen.

Kardinal Schönborn hat schon vor etlichen Jahren Empfehlungen für die Wiener Erzdiözese gegeben, wie Hauskirchen in ganz unterschiedlichen Ausprägungen entstehen und leben könnten; auch wurden Materialien zusammengestellt, die katechetische und biblische Anregungen für Gebet und Austausch an die Hand geben. Irgendwie hat dieser Impuls nach Atteln gefunden und gefruchtet.

Der Einstieg ist recht fromm: Es beginnt mit den Gebetsmeinungen des Heiligen Vaters für den aktuellen Monat, darauf folgt ein Abschnitt aus der Litanei von der Gegenwart Gottes - ein durchaus anspruchsvoller Text. Natürlich wird gefragt, ob alle wohlauf sind und ob es Ereignisse gab, an denen alle Anteil haben sollten. Und dann wird es plötzlich still - auch das ist ein wichtiges Element des Zusammenseins. Schließlich kommt das heutige Thema zur Sprache - wie verhalten sich Eucharistie und Bußsakrament zueinander? Gewichtige Fragen, die aber lebendig, lebensnah und in einem Grundton der Dankbarkeit angefragt und besprochen werden können. Alle reden mit, fragen oder bringen Erfahrungen ein. So vergeht die Stunde wie im Fluge. Es reicht gerade noch für ein inniges Segensgebet, dann stehen alle auf und der Kreis verabschiedet sich.

Beim Heimfahren wird mir meine eigene Freude und Lebendigkeit bewusst, die Begegnung heute hat mir gut getan. Ohne Zutun eines Hauptberuflichen haben diese Frauen angefangen, über die Teilnahme an den Sonntags- und Werktagsmessen hinaus etwas für ihren Glauben und ihren Wunsch nach Glaubensgesprächen zu tun. Sie haben Freundinnen und Nachbarinnen angesprochen und einfach angefangen, und es ist viel gegenseitiges Vertrauen, Umeinander-Wissen und Füreinander-Dasein gewachsen -

Ich nehme mir vor, vielen davon zu erzählen -

Ein Link zur Initiative der Hauskirchen:

www.erzdioezesewien.at/blog/hauskirche

Monsignore Martin Reinert

Weitere Artikel

Loben eben

„Wir gehören zusammen. Wir lieben denselben Gott“ Da hatte Daniel Harter - Singer-/Songwriter, […]

26. Mai 2017

Kat: Blog
> mehr

Eine Gemeinde, die sich das traut

Im Vorfeld schlugen die Wellen hoch. In der Zeitung gab es ein paar böse Leserbriefe in der Richtung: die […]

16. Mai 2017

Kat: Blog
> mehr

Fürbitten und Wünsche für einen Pastoralen Raum

Die Messfeier zum Start des Pastoralen Raumes Marsberg liegt zwar schon einige Zeit zurück. Die Fürbitten, […]

02. Mai 2017

Kat: Blog
> mehr

Wie Akteure Gottesdienst erleben

Ich sitze gerade begeistert über einer eher trockenen Lektüre, wenn man aus dem Titel schließt: […]

28. April 2017

Kat: Blog
> mehr
nach oben