Detail - Zukunftsblick

"Die Kirche bringt den Schatz Gottes zum Strahlen"

30. September 2017

Erzbischof Hans-Josef Becker feiert im Gottesdienst beim Diözesanen Forum in der Kirche St. Katharina in Unna sein 14-jähriges Amtsjubiläum.

Unser Diözesanes Forum ist der Ort meines dankbaren Denkens an 14 Jahre meines Wirkens als Erzbischof. Ich danke Ihnen, dass Sie dabei sind und dass wir in diesem Rahmen auch mein persönlich denkwürdiges Ereignis begehen.“ Das sagte Erzbischof Hans-Josef Becker in seiner Predigt beim Gottesdienst, den er beim Diözesanen Forum in Unna in der Kirche St. Katharina mit den 500 Forums-Teilnehmern feierte. Im Gottesdienst beging der Paderborner Erzbischof das 14-jährige Jubiläum seiner Amtseinführung. In seiner Predigt griff er – vor dem Hintergrund der Bedeutung des Diözesanen Forums für die Entwicklung der Kirche im Erzbistum Paderborn – das Bild von der Kirche als „Acker“ auf, der kostbare Schätze berge.

Pfarrer Paul Mandelkow, Dechant des Dekanates Unna, konzelebrierte im Gottesdienst. Auch Diakon Stephan Wehrmann feierte den Gottesdienst mit. Zu Beginn des Gottesdienstes begrüßte Pfarrer Mandelkow die Gottesdienstteilnehmer, darunter auch Gläubige aus der Pfarrgemeinde St. Katharina. „Heute, am Tag vor dem Erntedankfest, ist ein ganz besonderer Tag, an dem wir auch auf die Ernte unseres Glaubensweges zurücksehen können. Wir können die Früchte unseres Glaubens sehen, können sehen, wo etwas gewachsen ist.“ Pfarrer Mandelkow hieß insbesondere Erzbischof Hans-Josef Becker zur Feier seines Amtsjubiläums willkommen: „Sie feiern diesen Jahrestag sonst immer im Hohen Dom zu Paderborn. Umso mehr freuen wir uns, dass Sie ihn heute hier mit vielen Engagierten feiern, die den Weg des Erzbistums mitgestalten wollen."

 Das Diözesane Forum 2017, das in dieser Form erstmals im Erzbistum Paderborn stattfand, sei ein guter Anlass für Gedanken über die Kirche, sagte Erzbischof Becker. Der Acker, von dem das Matthäusevangelium im Gleichnis vom „Schatz im Acker“ erzählt, sei für ihn ein solches Bild für Kirche. „Es soll etwas wachsen auf diesem Acker, und das braucht Zeit und noch einiges mehr: Sonne, Dünger, Samenkörner, Regen, das Klima, die Topografie“, erklärte der Paderborner Oberhirte. Die Kirche brauche Zeit und habe ihre Grenzen, sie sei abhängig von Gott, aber sie hänge auch von vielen unterschiedlichen Menschen ab.

Vielfach sei die Kirche in ihrer Geschichte kritisiert worden und werde dies auch heute noch. „Aber die Wertschätzung des schwachgewordenen, nicht mehr leistungsfähigen Menschen musste erst einmal gesehen und gelebt werden, musste sich wie Salz verteilen und aufgehen in der Welt. Eine Kirche, die das in Bewegung gebracht hat, kann so schlecht nicht sein“, zeigte sich Erzbischof Becker überzeugt.

Sich als „Acker“ zu verstehen, reiche jedoch für die Kirche nicht aus, erläuterte der Paderborner Erzbischof weiter. „Der Kirche ist ein Schatz anvertraut. In den ‚Acker‘ Kirche hat sich Gott selbst niedergelegt, ohne ihn ist die Kirche wertlos, ja, es würde sie gar nicht geben.“ Erst durch den Glauben gelinge der Zugang zu dem, was unter der Oberfläche liege, fuhr Erzbischof Becker fort: „Wenn ich nur auf den aufgewirbelten Staub, den es um die Kirche oft genug gibt, achte, bringe ich mich um die Kostbarkeit.“

Zu dem Schatz der Kirche gehöre neben den Sakramenten wesentlich das Wort Gottes, konkretisierte der Paderborner Oberhirte. „Im Wort Gottes höre ich, dass Gott nicht fern und hoch erhaben ist, sondern uns zugewandt lebt, dass er unser Leben teilt, sichtbar geworden in Jesus Christus. Ich höre im Wort Gottes, dass wir von ihm geliebt sind, vor aller Leistung und trotz aller Schuld. Was ist allein das schon für eine Ermutigung und für eine Kritik an unserer Gesellschaft?“, fragte Erzbischof Hans-Josef Becker.

Die Kirche, die von Christus gewollt und gestiftet sei, ermögliche den Zugang zu Gott. „Die Kirche trägt diesen Schatz unter die Leute. Was kann der Schatz, wenn er gekannt, geschätzt und gehoben ist, alles bewirken? Was für eine Hoffnung geht davon aus! Diese Kirche bringt den Kirchenschatz Gottes zum Strahlen, in unterschiedlicher Leuchtkraft. In diesem Werk verstehe ich uns an diesem wichtigen Punkt auch unserer Bistumsgeschichte, dem Diözesanen Forum 2017“, sagte Erzbischof Hans-Josef Becker zum Abschluss seiner Predigt.

Der Gottesdienst wurde an der Orgel musikalisch gestaltet von Dekanatskirchenmusiker Simon Daubhäußer.

 1: Erzbischof Hans-Josef Becker beging im Rahmen des Gottesdienstes zum Diözesanen Forum in der St. Katharina-Kirche in Unna sein 14-jähriges Amtsjubiläum als Paderborner Erzbischof. 2: Die 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Diözesanen Forums in Unna sowie Gläubige aus der Pfarrei St. Katharina nahmen am Gottesdienst teil. 3: Dechant Paul Mandelkow (r.) begrüßte die Gläubigen in der St. Katharina-Kirche zum Gottesdienst. Erzbischof Hans-Josef Becker (M.) zelebrierte, Stephan Wehrmann versah den diakonalen Dienst in der Eucharistiefeier. Fotos: pdp/Thomas Throenle


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