Detail - Zukunftsblick

Das Zukunftsbild vor Ort: Wohnen in der Baustelle

25. März 2017

Pastorale Mitarbeiter aus dem Dekanat HSK-Ost tauschten sich mit der Leitung des Projektes Bistumsentwicklung aus. Dabei ging es um den aktuellen Entwicklungsstand des Zukunftsbildes in den Pastoralen Räumen des Dekanates.

Im März trafen sich die pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Dekanat Hochsauerland-Ost, um sich mit Monsignore Dr. Michael Bredeck, Leiter des Projektes Bistumsentwicklung und Markus Freckmann, Projektreferent, über den aktuellen Entwicklungsstand des Zukunftsbildes in den Pastoralen Räumen des Dekanates auszutauschen.

In seinem Eingangsstatement machte Monsignore Dr. Bredeck deutlich, dass sich das Erzbistum Paderborn als lernende Organisation versteht und verwies auf die Schwierigkeit, dass Kirche als "Heilsakrament" immer wieder mit der Notwendigkeit kollidieren, Kirche als Institution organisieren zu müssen.

In den anschließenden Berichten aus den Pastoralverbünden und Pastoralen Räumen brachte Pfarrer Norbert Lipinski die Situation auf den Punkt, als er die Umsetzung des Zukunftsbildes mit einer Hausrenovierung verglich: "Die Hauptschwierigkeit besteht darin, dass wir unser Haus umbauen und gleichzeitig in der 'Baustelle' wohnen müssen.", so Lipinski. Dennoch gebe es viele Engagierte, die in den Gemeinden und Pastoralverbünden an diesem Umbau mitarbeiten.

Als große Herausforderung, die sich durch das gesamte Feld der pastoralen Arbeit zieht, bezeichneten die pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das laufende "Alltagsgeschäft", das wenig Luft für Neues lasse. Klassische Aufgaben könnten nicht einfach so aufgegeben werden, denn gerade im Sauerland würden sie von den Gläubigen stark eingefordert. Es gelte daher genau hinzusehen, wo Neues wachsen wolle und Unterstützung brauche und andererseits bewährte und stabile Angebote selbständig laufen und deshalb weniger oder keiner Unterstützung bedürften. Als konkrete Beispiele für neue Aufbrüche wurde die Tourismuspastoral, die Kinderkirche oder auch Gottesdienste an außergewöhnlichen Orten benannt. Auch Erkenntnisse aus Projekten der Lokalen Kirchenentwicklung fänden allmählich Zugang in die pastorale Praxis.

Am Ende der Tagung nahmen Monsignore Dr. Bredeck und Markus Freckmann ehrliche und offene Einschätzungen zum Zukunftsbild aus dem Dekanat mit. Die Mitglieder der Dekanatspastoralkonferenz trafen mit ihren Einschätzungen, Anliegen und Sorgen bei den beiden Gästen auf offene Ohren und erhielten sie Zusage, dass diese bei der Planung des Diözesanen Forums im September ausreichend Berücksichtigung finden würden. Es wurde erlebbar, was es heißt, in einer lernenden Organisation zu arbeiten.


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