Detail - Zukunftsblick

Siebter "Leiterkurs" für Priester, die Pastorale Räume leiten

13. März 2017

Der "Leiterkurs" ist inzwischen eine feste Größe im Entwicklungsprozess der Pastoralen Räume. Für die beteiligten Kirchengemeinden ist er das Startsignal, mit den Planungen für den gemeinsamen Weg zu beginnen.

Zehn Priester, die Leiter von Pastoralen Räumen im Erzbistum Paderborn sind, kamen vom 6. bis 10. März 2017 zu einer mehrtägigen Fortbildung im Bildungs- und Gästehaus Liborianum in Paderborn zusammen. Der so genannte "Leiterkurs", an dem sie teilnahmen, ist inzwischen eine feste Größe im Entwicklungsprozess der Pastoralen Räume. Für die beteiligten Kirchengemeinden ist er das Startsignal, mit den Planungen für den gemeinsamen Weg zu beginnen.

"Der Leiterkurs ist nicht dazu da, die Teilnehmer mit Input zum Thema 'Führen und Leiten' zu versorgen", so Ludger Drebber aus der Hauptabteilung Pastorale Dienste im Erzbischöflichen Generalvikariat, der die Fortbildung gemeinsam mit Pastor Markus Menke moderierte. "Stattdessen sind wir von den Biografien der zehn Priester ausgegangen, der Situation in ihren Räumen sowie den vor Ort vorhandenen Ressourcen. Wir haben dann gemeinsam danach geforscht, was dies für die Rolle der leitenden Pfarrer und für ihr Führungsprofil bedeutet."

Die Teilnehmer sagten nach dem Ende des Kurses, dass man durch den Austausch mit Kollegen viel gelernt habe. Zum Beispiel über die eigene Rolle im Pastoralen Raum: Zwar sei man als Leiter verantwortlich für den Gesamtprozess, mehr Chancen auf Gelingen habe dieser aber dann, wenn die Verantwortung im Team je nach Fähigkeiten verteilt werde. Durch die Beschäftigung mit der eigenen Biografie sei man sich neu bewusst geworden, was für eine epochale Veränderung die Kirche auf dem Weg zum Pastoralen Raum gerade durchlaufe: Der Abschied von der klassischen Pfarrgemeinde löse bei den Menschen vor Ort Trauer aus, die man als Leiter begleiten müsse.

Außerdem sei deutlich geworden, dass Kirche den Blick über die eigenen Grenzen hinaus richten müsse: "Wozu bist du da, Kirche im Pastoralen Raum?" Diese Frage sei nicht nur nach innen gerichtet, sondern auf den gesamten Sozialraum, in dem man wirke. Schließlich hätten die Tage deutlich gemacht, dass die Bildung eine Pastoralen Raums nicht nur ein struktureller Prozess sein dürfe. Es handele sich zugleich um einen geistlichen Prozess, für den man als leitender Pfarrer das Fundament legen müsse.

Für folgende Pfarreien und Pastoralverbünde beginnt 2017 der Weg zum Pastoralen Raum:

Aus der Propsteipfarrei St. Johannes Baptist in Dortmund sowie den Pastoralverbünden Dortmund-Mitte-Südwest, Heiliger Weg und Dortmund-Mitte-Ost wird ein Pastoraler Raum gebildet, der von Propst Andreas Coersmeier geleitet wird.

Aus den Pastoralverbünden Lippe-West und Bad Salzuflen-Schötmar wird ein Pastoraler Raum gebildet, der von Pfarrer Michael Karsten geleitet wird

Aus den Pastoralverbünden Delbrück und Hövelhof wird ein Pastoraler Raum gebildet, der von Pfarrer Bernd Haase geleitet wird.

Aus den Pastoralverbünden Medebach und Hallenberg wird ein Pastoraler Raum gebildet, der von Pfarrer Dr. Achim Funder geleitet wird.

Aus der Pfarrei Heiligste Dreifaltigkeit Witten sowie den Pastoralverbünden Witten-Mitte und Witten-Ruhrtal wird ein Pastoraler Raum gebildet, der von Pfarrer Friedrich Barkey geleitet wird.

Einen Pastoralen Raum wird die Pfarrei St. Johannes Baptist in Bad Arolsen bilden, die von Pfarrer Peter Heuel geleitet wird.

Aus den Pastoralverbünden Dortmund-Süd und Dortmund-Süd-West wird ein Pastoraler Raum gebildet, der von Pfarradministrator Christian Conrad geleitet wird.

Aus der Pfarrei St. Jakobus d .Ä. Marienmünster und den Pastoralverbünden Steinheim und Nieheimer Land wird ein Pastoraler Raum gebildet, der von Pfarrer Ansgar Heckeroth geleitet wird.

Aus den Pfarreien St. Pankratius und Heiliger Geist Gütersloh wird ein Pastoraler Raum gebildet, der von Pfarrer Elmar Quante geleitet wird.

Pfarrer Stefan Siebert nimmt als neuer Leiter des Pastoralen Raums Sundern (errichtet 2014) am Leiterkurs teil.


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