Detail - Zukunftsblick

Dekanatsreferenten machen Zukunftsbild zum Erlebnis

01. August 2016

Im Herbst 2015 fassten die Dekanatsreferentinnen und -referenten für Jugend und Familie den Beschluss, Themen des Zukunftsbildes für Jugendliche durch Projekte erfahrbar zu machen.

Im Herbst 2015 stellten die Dekanatsreferentinnen und -referenten für Jugend und Familie im Erzbistum fest: Aneignung des Zukunftsbildes, das funktioniert am besten praktisch. Entsprechend fassten sie den Beschluss, Themen des Zukunftsbildes für Jugendliche durch Projekte erfahrbar zu machen. "Die Engagierten in der Jugendarbeit, sowie die Jugendlichen werden sich eher schwertun mit der 100seitigen Textfassung des Zukunftsbildes", so Bernhard Leifeld, Leiter der Abteilung Jugendpastoral. "Deshalb entwickelten die Dekanatsjugendreferenten in den vergangenen Monaten Ideen, wie das Zukunftsbild in der Jugendarbeit zu einem Erlebnis werden kann".

Die Folge: In jedem der insgesamt 19 Dekanate des Erzbistums fand schon oder findet noch ein Projekt statt, das von einem der vielen Themen des Zukunftsbildes inspiriert ist. Ziel der Projekte ist es, Erfahrungen mit diesen Themen zu machen und aus diesen Erfahrungen etwas für die künftige Praxis zu lernen. Zielgruppe der Projekte sind junge Menschen: Wie können sie ihren Glauben entdecken und leben? Wie können sie sich in die Kirche im Pastoralen Raum einbringen?

Abenteuerleitertag im Dekanat Hochsauerland-Mitte

Christopher König, Dekanatsreferent aus dem Dekanat Hochsauerland-Mitte, beantwortete diese Frage, indem er Verantwortliche aus der katholischen Jugendarbeit im Juni zu einem "Abenteuerleitertag" einlud. In fünf verschiedenen Workshops konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer neue Methoden für die Praxis kennenlernen, die zum Teil aus ganz anderen Arbeitsfeldern stammten. Ein Workshop befasste sich zum Beispiel mit dem "Abenteuer Wald" und wurde von einer Waldpädagogin des Landesbetriebes Wald und Holz NRW geleitet. In dem Workshop "Action Bound" lernten die Teilnehmer die gleichnamige App kennen, mit der man problemlos Stadtrallys programmieren kann.

Was das mit dem Zukunftsbild zu tun hat? "An dem Abenteuerleitertag nahmen viele Ehrenamtliche teil, und diese wollten wir mit den Workshops für ihr Engagement in den Pastoralen Räumen stärken", so Christopher König. "Gerade im Bereich der Jugendarbeit übernehmen Ehrenamtliche große Verantwortung - dazu wollen wir ermutigen. Die Workshops gaben darüber hinaus Gelegenheit, neuer Felder zu entdecken, in denen man sich mit seinen Fähigkeiten gut einbringen kann." Mit dem Abenteuerleitertag habe er außerdem ein Bewusstsein dafür schaffen wollen, dass die Vermittlung von Werten, die gerade die Jugendverbandsarbeit leiste, gelebter Glaube sei. "Wenn wir zum Beispiel durch unsere Methoden dazu beitragen, dass Jugendliche sich respektvoll begegnen, dann ist das hochkatholisch", sagte er.

 

Nachtflohmarkt im Dekanat Emschertal

Einen Nachtflohmarkt wird es im Jahr Herbst 2017 im Dekanat Emschertal geben. Dekanatsreferentin Rebecca Goeke will nach den Sommerferien für das Projekt junge Leute finden, die Erfahrung bei der Durchführung von Flohmärkten haben oder andere Talente mitbringen, die bei der Planung und Gestaltung einer solchen Veranstaltung hilfreich sind. "Bei der Suche nach einem Organisationsteam steht also das Thema 'Charismenorientierung' im Vordergrund", so Rebecca Goeke. "Wir suchen nach Leuten, die stricken, basteln, tanzen, 'flohmarkten', kochen und backen können und Lust haben, sich für die Dauer des Projektes bei uns zu engagieren."

Wo und wann genau der Nachtflohmarkt stattfinden wird, steht derzeit noch nicht fest. "Wir wissen aber, dass es ein Freitagabend sein wird, rund um eine Kirche", berichtet Rebecca Goeke. "Außerdem planen wir, dass sich an dem Flohmarkt alle Gemeinden jenes Pastoralen Raums beteiligen, in dem wir die Aktion letztlich durchführen werden. Wir hoffen, dass dies dazu führt, dass der Pastorale Raum besser als Einheit wahrgenommen wird."

Der Flohmarkt soll eine Mischung von typischen Flohmarkt-Verkaufsständen und "spirituellen Ständen" bieten. Geplant ist außerdem, dass man an den Flohmarkt-Ständen Geschichten zu einzelnen Verkaufsgegenständen lesen kann - um den beteiligten jungen Menschen Gelegenheit zu geben, von sich zu erzählen und sich mit anderen darüber auszutauschen."

 

Jugendarbeit und Pastoralvereinbarung im Dekanat Hochsauerland-West

Auf Initiative von Dekanatsreferent Tobias Kleffner (Foto) gibt es in den Pastoralen Räumen des Dekanats Hochsauerland-West seit fünf Jahren Jugendforen. In den Foren vernetzten sich die Multiplikatoren aus der verbandlichen und nicht-verbandlichen Jugendarbeit innerhalb eines Pastoralen Raums und berieten zum Beispiel über die Frage, wie sie sich gemeinsam bei der Entwicklung von Pastoralkonzepten einmischen könnten. Dabei machten die Teilnehmer der Foren die Erfahrung, dass man durch die Vernetzung voneinander profitierte. Geleitet wurden die Foren jeweils von einem Mitglied des Pastoralteams.

"Nun gibt es das Zukunftsbild", so Tobias Kleffner. "Im Herbst wollen wir zum ersten Mal die Leiter der Foren einladen und mit ihnen darüber sprechen, wie die Arbeit in den Foren läuft, wie wir die Jugendpastoral in den Pastoralen Räumen auf der Grundlage des Zukunftsbildes verändern, welche Konsequenzen das Zukunftsbild für die Jugendarbeit vor Ort hat und welche neuen Akzente wir setzen können. Dafür wollen wir die Strukturen nutzen, die wir haben."

 

Das Gesamtprojekt

Auch in den weiteren 16 Dekanaten entstanden viele weitere Ideen dazu, wie Themen des Zukunftsbildes in Projekte und Aktionen "übersetzt" werden können. Sie lassen sich grob in die folgenden vier Kategorien einteilen:

  • Projekte mit dem Schwerpunkt auf Vernetzung und gegenseitigem Kennenlernen
  • Projekte mit dem Schwerpunkt Unternehmungen, Gemeinschaft, Glaube (v.a. für junge Erwachsene - um eine neue Zielgruppe in den Blick zu nehmen)
  • Projekte mit dem Schwerpunkt Ausbildung / Fortbildung von Ehrenamtlichen in der katholischen Jugendarbeit
  • Projekte, die Jugendliche für den pastoralen Prozess fit machen und Jugendpastoral so im Pastoralen Raum stärken wollen

Im Kern findet sich in jedem Projekt die Grundhaltung, die Botschaft Jesu Christi erfahrbar zu machen und aus dieser Botschaft heraus Kirche und Gesellschaft zu gestalten.


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