Detail - Zukunftsblick

Neuer geistlicher Ort im Zentrum von Siegen

15. Januar 2016

Das K3 wartet mit einer interessanten Innenarchitektur auf.

Auch von außen sorgt das K3 für Aufmerksamkeit.

Vikar Markus Püttmann, Weihbischof Dominicus Meier OSB, Projektreferentin Martina Schneider und Dechant Werner Wegener bei der Einweihung.

Als "Ort, an dem Menschen mit Fragen und Suchen ankommen dürfen", beschrieb Dechant Werner Wegener das K3 in Siegen, ein neuer geistlicher Ort mitten in der Innenstadt. K3 steht für Kontakt, Kultur und Kirche.

Als "Ort, an dem Menschen mit Fragen und Suchen ankommen dürfen", beschrieb Dechant Werner Wegener das K3 in Siegen, ein neuer geistlicher Ort mitten in der Innenstadt. K3 steht für Kontakt, Kultur und Kirche. Es soll sich als Ort der Kommunikation, der Gespräche, aber auch der Stille entwickeln. Bei seiner Einweihung durch Weihbischof Dominicus Meier OSB am 15. Januar erfuhr es große Resonanz.

"Als katholische Kirche wollen wir den Weg zu neuen Ufern mitgehen und den Veränderungsprozess innerhalb der Stadt Siegen mitgestalten", so Dechant Werner Wegener. Die Neuausrichtung der Seelsorge innerhalb der katholischen Kirche sowie die städtebauliche Veränderung am freigelegten Sieg-Ufer zur Oberstadt und die rasante Entwicklung der Universität Siegen sind Gründe dafür die "City-Kirche" K3 mitten in der Innenstadt zu errichten. Die Arbeit im K3 liegt federführend bei Vikar Markus Püttmann und Projektreferentin Martina Schneider.

K³ ist zugleich ein Experiment des Dekanats Siegen, das vom Erzbistum Paderborn unterstützt wird, und sich entwickeln darf. Für die nächsten sieben Jahre ist der ehemalige Geschäftsraum fest angemietet. Die erdgeschossigen Räume direkt an der Hauptstraße der Siegener Innenstadt gelegen, sind schon architektonisch etwas Besonderes. Das Arnsberger Architekturbüro Keggenhoff & Partner hat mit Diözesanbaumeisterin Emanuela Freiin von Branca die Gedanken des geistlichen Ortes in die Planung hervorragend einbezogen.

Völlig anders als in normalen Schaufenstern findet man in den großzügigen Fensterflächen Gesichter von Menschen. Diese drücken menschliche Befindlichkeiten wie zum Beispiel "fragen und antworten", "zweifeln und glauben" oder "sprechen und schweigen" und "trauern und trösten" aus. Aus diesen menschlichen Situationen wird sich zukünftig das Programm dieses Ortes entwickeln. Es soll Raum sein für Gespräche und Kommunikation "über Gott und die Welt", man kann sich hier verabreden oder einfach innehalten und Luft holen für die nächsten Wege und deren Anforderungen. Und es wird einen kleinen Rückzugsort geben, an dem man Ruhe für ein Gebet oder einen persönlichen Gedanken finden kann.

Gerade in einer Zeit, in der Menschen kirchengemeindliches Leben vielfach als fremde Welt erlebten, oder Kirche, Gottesdient und kirchliche Angebote vor allem von jungen Menschen oft als "böhmische Dörfer" verstanden würden, brauche die katholische Kirche Orte der Ermutigung, betonte Weihbischof Dominicus bei der Einweihung. Wenn etablierte und organisierte Strukturen nicht mehr angenommen und wertgeschätzt würden, rückten Orte wie das K³ in den Mittelpunkt. Weihbischof Dominicus: "Wir brauchen Haltepunkte im Alltag der Menschen. Wir brauchen geistliche Orte im Herzen der Stadt und das heißt: an den Lebensknotenpunkten der Menschen."


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