Detail - Zukunftsblick

"Kirche als lernende Organisation"

27. August 2015

„Kirche als lernende Organisation“ war das Hauptthema des ersten regulären Treffens der Mitglieder der Teilprojektgruppe  „Aneignung des Zukunftsbildes“ im Projekt Bistumsentwicklung nach der Gründung im Mai des Jahres. Denn eine von fünf zentralen Herausforderungen lautet: „Das Erzbistum will auf diesem Weg der Aneignung des Zukunftsbildes mehr und mehr zu einer lernenden Organisation werden.“

Ludger Vollenkemper, Leiter des Teilprojekts „Aneignung“, freute sich über die „gute Quote der Teilnehmerzahl“ und  informierte gemeinsam mit Projektreferent Markus Freckmann  über aktuelle Entwicklungen aus dem Bereich Aneignung des Zukunftsbildes und der Bistumsentwicklung.

Schwerpunkt des Treffens am Dienstagabend war jedoch das Thema „Zukunftsbild des Erzbistums Paderborn – Auf dem Weg zu einer lernenden Organisation.“ Mit einem Arbeitspapier hatte Ludger Vollenkemper das Thema bereits gut vorbereitet: „Der Begriff der ‚lernenden Organisation‘ impliziert, es sei die Organisation, die lernt. Treffender formuliert müsste es eigentlich heißen ‚lernende Menschen in einer Organisation‘. Durch die Summe der Verhaltensänderungen der einzelnen Menschen verändert sich auch die Organisation.“

Das Denkmodell von Peter M. Senge, der den Begriff der ‚lernenden Organisation‘ in den neunziger Jahren prägte, gibt dem systemischen Denken eine besondere Bedeutung. Das Buch „Die fünfte Disziplin“ von Senge befasst sich mit fünf zentralen Merkmalen der ‚lernenden Organisation‘. Daraus entwickelte Ludger Vollenkemper ein Modell zur Diskussion, dass eine Einbeziehung der geistlich-theologischen Perspektive ermöglicht und von einer Grundhaltung des Hörens ausgeht. Kirche als lernende Organisation stehe unter dem Anspruch zu lernen, wozu Gott sie rufe. Dazu brauche es Qualität in Dialog und Kommunikation, Reflexion und Orte der Stille, an denen Gottes Weg mit der Welt und der Kirche für die Menschen ahnbar werde.

In der anschließenden Gruppen-Diskussion fanden diese Überlegungen grundsätzliche Zustimmung. Es müssten Indikatoren gefunden werden, so ein Arbeitsergebnis, die es ermöglichen, eine Entwicklung zur lernenden Organisation identifizieren zu können. Es sei wichtig, zunächst den Ist-Zustand darzustellen, um  zu einem späteren Zeitpunkt eine Entwicklung oder Veränderung wahrnehmen zu können.  Ferner bräuchte es gezielte Maßnahmen, die eine Entwicklung zur lernenden Organisation fördern bzw. unterstützen.  An diesen Ansätzen soll beim nächsten Treffen der Teilprojektgruppe „Aneignung“ weiter gearbeitet werden.


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