Detail - Zukunftsblick

ORDEN-tliche Aneignung des Zukunftsbildes

19. Juni 2015

Monsignore Dr. Michael Bredeck (vorne-links) stand als Leiter des Projekts Bistumsentwicklung den Ordenschristen als Gesprächspartner zur Verfügung.

Schwestern und Brüder aus verschiedenen Ordensgemeinschaften trafen sich zu einem Studientag zum Zukunftsbild für das Erzbistum Paderborn.

Zu einem pastoralen Studientag zum „Zukunftsbild für das Erzbistum Paderborn“ kamen jetzt über 40 Schwestern und Brüder aus den verschieden Ordens-Gemeinschaften im Erzbistum im Michaelskloster in Paderborn zusammen.

Zu einem pastoralen Studientag zum „Zukunftsbild für das Erzbistum Paderborn“ kamen jetzt über 40 Schwestern und Brüder aus den verschieden Ordens-Gemeinschaften im Erzbistum im Michaelskloster in Paderborn zusammen. Die Arbeitsgemeinschaft der Institute des Geweihten Lebens hatte zum gemeinsamen Studientag eingeladen, um sich das Zukunftsbild anzueignen. Dabei ließen sich die Ordensleute von verschiedenen Fragen leiten: Welche Möglichkeiten und Chancen ergeben sich aus dem Zukunftsbild für die Ordensgemeinschaften? Was können sie aus dem Reichtum ihrer jeweiligen Spiritualität in den diözesanen Prozess mit einbringen? Welche Erwartungen haben die Gemeinschaften an das Erzbistum?

Bei ihrem Studientag wurden die Ordensleute vom Leiter des Projekts Bistumsentwicklung, Domvikar Monsignore Dr. Michael Bredeck, begleitet und unterstützt. Am Nachmittag stand er für die Beantwortung einiger Fragen und für verschiedene Anregungen, die sich in vier Arbeitsgruppen während des Vormittags ergaben, zur Verfügung. Inhaltlich setzten sich die Schwestern und Brüder in Arbeitsgruppen mit den zwölf Kernthesen des Zukunftsbildes für das Erzbistum Paderborn, das Erzbischof Hans-Josef Becker im Oktober 2014 im Rahmen eines Diözesanen Forums in Kraft gesetzt hatte, auseinander. Sie beschäftigten sich darüber hinaus mit Fragen zur Pastoral der Berufung, mit dem Beitrag der Orden zu einer lebendigen Kirche und schließlich mit der Frage, wie die Ordensleute im Zukunftsbild vorkommen.

Domvikar Dr. Bredeck betonte, dass er nicht gekommen sei, um einen Vortrag zu halten, denn genau dies wolle das Zukunftsbild nicht, vielmehr wolle er in erster Linie zuhören sowie Fragen und Anregungen der Ordensleute mitnehmen. Dies führte zu einem intensiven Austausch. So wurde beispielsweise diskutiert, ob es nicht eine Diskrepanz sei, dass einerseits von der Berufung aller gesprochen werde und an den Gemeinden festgehalten werde, andererseits aber immer größere Pastoralverbünde und Pastorale Räume geschaffen würden, denen ein Priester als Pastoralverbundsleiter vorzustehen habe. Die Ordenschristen fragten: „Wären da Laien als Gemeindeleiter nicht eine Möglichkeit, die leitenden Priester zu entlasten? Oder könnten die Gemeindegremien (Kirchenvorstand, Pfarrgemeinderat) nicht durch größere Kompetenz gestärkt werden?“

Die Ordenschristen fragten weiter: „Was ist mit den leeren und zum Teil zum Verkauf stehenden Pfarrhäusern in vielen Gemeinden? Könnte man nicht auf die Orden zugehen und ihnen anbieten, eine kleine geistliche Gemeinschaft mit zwei oder drei Schwestern oder Brüdern, die ruhig auch schon älter sind, zu bilden, um so innerhalb einer Gemeinde eine Lebens- und Gebetsgemeinschaft zu bilden, zu der man andere einladen kann?“ Aus den Reihen der Ordensleute kam allerdings auch die Anregung, dass es genauso sinnvoll sein könne, als Ordensgemeinschaft auf das Erzbistum zuzugehen, um Anregungen und Überlegungen weiterzugeben, wie man sich als Gemeinschaft in die Pastoral des Erzbistums sinnvoll einbringen könnte. 

Am Ende waren alle Beteiligten der Meinung: es ist gut, weiter gemeinsam auf dem Weg zu bleiben – für eine gute Zukunft im und mit dem Erzbistum!


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